Die Polizei zieht eine erste Bilanz zu den Versammlungen in Henstedt-Ulzburg. Es kam zu tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte und Landfriedensbrüchen.
Kreis Segeberg: Henstedt-Ulzburg – Versammlungsgeschehen im Stadtgebiet

Henstedt-Ulzburg (ost)
Die Polizei gibt eine erste Zusammenfassung des heutigen Versammlungsgeschehens rund um das Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg.
Aufgrund des heute stattfindenden Landesparteitags der Alternative für Deutschland wurden Versammlungen beim Kreis Segeberg gemeldet.
Ab 08:30 Uhr fand in unmittelbarer Nähe zum Bürgerhaus eine Versammlung unter dem Motto „Henstedt-Ulzburger Bündnis für Demokratie und Vielfalt“ statt. Etwa 200 Teilnehmer brachten hier bis 10:00 Uhr ihren Protest friedlich zum Ausdruck.
Gleichzeitig versammelten sich bis zu 400 Teilnehmer zu einer Auftaktkundgebung in der Hamburger Straße und schlossen sich zu einem angemeldeten Aufzug zusammen, der später lautstark durch das Stadtgebiet und auch am Bürgerhaus vorbeizog.
Während des Aufzugs vermummten sich in der Jahnstraße verschiedene Teilnehmer und der Aufzug wurde kurzzeitig auf Anordnung der Polizei gestoppt. In diesem Zusammenhang kam es zu tätlichen Angriffen von zwei Teilnehmern gegen Einsatzkräfte.
Weiterhin versuchte eine Gruppe von Versammlungsteilnehmern in der Reumannstraße/Jahnstraße eine Polizeikette zu durchbrechen. Es kam zu körperlichen Angriffen mit Gewalt gegen Polizeibeamte und es wurden 34 Fälle von Landfriedensbruch festgestellt. Nach Identitätsfeststellungen vor Ort erhielten alle Personen Platzverweise und wurden anschließend aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Kurz nach der Abschlusskundgebung gegen 12:00 Uhr stellte die Polizei in Bahnhofsnähe die Identität einer Person fest, die während der Versammlung zuvor einem Einsatzkraft mit einer Fahnenstange auf den Kopf geschlagen haben soll. Der getragene Helm schützte den Beamten vor Verletzungen.
Nach bisherigen Erkenntnissen leitete die Polizei insgesamt 38 Strafverfahren ein, darunter 4 tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte sowie 34 Fälle von Landfriedensbruch, und sprach eine mittlere zweistellige Anzahl an Platzverweisen aus.
Die Polizei war mit Einsatzkräften vor Ort, um die Ausübung des Versammlungsrechts zu gewährleisten, so dass die gemeldeten Versammlungen durchgeführt werden konnten, auch wenn es nicht vollständig störungsfrei blieb.
Quelle: Presseportal








