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Kreis Segeberg: Zwei neue Rettungsdienststandorte in Großenaspe und Fockbek

Die Eintreffzeiten nach Notrufen werden in den Gemeinden weiter verbessert, dank der neuen Übergangsrettungswachen. Die Standorte sind vorerst temporär, um die Hilfsfrist von zwölf Minuten zu erfüllen.

Der Standort in Großenaspe (Kreis Segeberg) im Gewerbegebiet.
Foto: Presseportal.de

Heide (ost)

In Großenaspe im Kreis Segeberg und Fockbek im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) zwei neue Übergangsrettungswachen in Betrieb genommen. Mit diesen zusätzlichen Standorten werden die Eintreffzeiten des Rettungsdienstes nach einem Notruf aus diesen Gebieten noch weiter verbessert.

Die zusätzlichen Wachen in Großenaspe und Fockbek sind vorerst Übergangslösungen, die die Notfallversorgung in den beiden Gemeinden und den umliegenden Ortschaften optimieren werden. „Wir ergänzen unsere bestehende Wachenstruktur um zwei Standorte, um die gesetzlich festgelegte Hilfsfrist von zwölf Minuten zukünftig noch besser zu erfüllen“, erklärte Sönke Lase, Geschäftsführer der RKiSH. In beiden Fällen ist die endgültige Entscheidung, ob und wo in naher Zukunft Neubauten für Rettungswachen entstehen, noch nicht gefallen.

Starke Unterstützung aus Großenaspe

Der Rettungswagen (RTW) in Großenaspe ist nun 24 Stunden täglich einsatzbereit und erreicht damit den Ort selber und die umliegenden Gemeinden Boostedt, Hardebek, Hasenkrug und Armstedt noch schneller. Das Fahrzeug und das Personal sind von der nahegelegenen Rettungswache Bad Bramstedt ausgelagert, ebenso werden auch das dortige Materiallager, die Desinfektions- und Reinigungsmöglichkeiten sowie die Waschhalle genutzt. Für den Betrieb von Übergangsstandorten hat sich diese Praxis in der RKiSH bewährt.

In Großenaspe konnte mit Unterstützung der Gemeinde schnell ein passender Standort für die Stationierung des RTW gefunden werden. Im Gewerbegebiet plante die Investorin Erika Konrad ein neues Gebäude, das den Anforderungen für einen Übergangsstandort gerecht wurde. Damit Großenaspe und die Umlandgemeinden schon vor der Fertigstellung der geplanten Räumlichkeiten im Gewerbegebiet von der Stationierung eines Rettungswagens profitieren konnte, stellte Bürgermeister Torsten Klinger der RKiSH übergangsweise sein Büro zur Verfügung. So konnte der Betrieb in der 3.000-Einwohnergemeinde bereits Ende 2025 zunächst im Tagesdienst aufgenommen werden. „Für die Menschen in und um Großenaspe ist dieser Standort eine große Bereicherung. Besonders freut mich die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten – ein starkes Zeichen für unsere Gemeinschaft“, meinte Torsten Klinger.

Seit April 2026 ist der Neubau im Gewerbegebiet fertig und kann als Übergangsstandort für vorerst fünf Jahre genutzt werden. Ein Carport als Unterstellmöglichkeit für den RTW ist in Planung.

Containerwache in Fockbek

Auch im Amtsgebiet Hohner Harde westlich von Rendsburg soll die Hilfsfrist weiter verbessert werden. Dazu ist seit März 2026 ein Übergangsstandort auf dem Gelände des HOBBY-Wohnwagenwerkes in Fockbek entstanden. „Es ist ein gutes Gefühl für die Menschen in Fockbek und Umgebung zu wissen, dass Hilfe jetzt noch schneller kommt.“, freut sich Tanja Petersen, Bürgermeisterin von Fockbek. Die Rettungsfachkräfte der RKiSH nutzen dafür ein spezielles Containersystem, das den besonderen Anforderungen eines 24/7-Wachenbetriebes gerecht wird. Die HOBBY-Wohnwagenwerke haben die RKiSH bei der Umsetzung des Projektes beispielhaft unterstützt und damit einen großen gesellschaftsverantwortlichen Beitrag geleistet.

Neben Fockbek sind vor allem die Gemeinden Hohn, Rickert, Owschlag, Lohe-Föhrden, Königshügel, Christiansholm, Friedrichsholm, Sophienhamm, Bargstall und Elsdorf-Westermühlen im Notfall noch schneller erreichbar. Das Personal und der RTW für Fockbek sind von der nahegelegenen Rettungswache in Rendsburg ausgelagert. Ähnlich wie in Großenaspe werden auch Materiallager, die Desinfektions- und Reinigungsmöglichkeiten sowie die Waschhalle in Rendsburg mitgenutzt.

„Im Zuge unserer Prognose 2040 wird der Bedarf an rettungsdienstlicher Versorgung gerade in den ländlichen Gebieten weiter steigen, so dass Neubauten für Rettungswachen weiter geplant werden müssen. Bis dahin können wir aber mit diesen beiden Übergangsstandorten die Versorgungsstrukturen in der Region akut verbessern. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten und den Kostenträgern für die großartige Unterstützung“, resümierte RKiSH-Geschäftsführer Sönke Lase die Umsetzung.

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Quelle: Presseportal

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