Am Dienstagnachmittag wurde eine 48-jährige Frau in Laboe festgenommen, gegen die der Verdacht des Drogenhandels besteht. Die Polizei fand Betäubungsmittel in großen Mengen.
Laboe: Festnahme mutmaßlicher Drogendealerin

Laboe (ost)
Am Dienstagnachmittag wurde eine 48-jährige Frau von Beamten der Polizeistation Heikendorf festgenommen, da der Verdacht des Drogenhandels gegen sie erhärtet war. Bei der Verdächtigen wurden verschiedene Betäubungsmittel in größeren Mengen gefunden.
Um 14:00 Uhr am 06.08.2024 wurde der Polizei ein verdächtiges Verhalten einer Frau in Heikendorf gemeldet. Laut dem Anrufer soll die Frau an ihrem Auto Kontakt zu mehreren Personen gehabt haben, die kurz darauf den Bereich verließen. Der Zeuge äußerte den Verdacht, dass die Frau mit Drogen handele.
Auf dem Weg zum Einsatzort trafen die Polizisten bereits auf das vom Zeugen beschriebene Fahrzeug. Sie begleiteten das Auto bis nach Laboe und sprachen die Fahrerin auf dem dortigen Parkplatz an, um sie mit dem Tatvorwurf zu konfrontieren.
Die Verdächtige kooperierte und bestritt jegliche Vorwürfe. Bei der Durchsuchung des Autos fanden die Beamten verschiedene Betäubungsmittel in größeren Mengen sowie eine große Menge Bargeld in typischer Stückelung. Sie nahmen sie vorläufig fest und brachten sie zur Dienststelle. Bei weiteren Ermittlungen entdeckten die Beamten ein Kleingartenhaus, das die Beschuldigte als Unterkunft nutzte. Bei der Durchsuchung fanden die Kriminalpolizisten außerdem 1,2 Kilogramm Cannabis.
Die Staatsanwaltschaft Kiel strebt eine Vorführung vor dem Haftrichter für den heutigen Nachmittag an. Das Ergebnis steht noch aus.
Ricarda Blucha
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 11693 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 nur noch 10944 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 10509 auf 9931. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 9190 auf 8645 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7938 auf 7470 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1252 auf 1175 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 1576 auf 1664. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Drogenfälle in Deutschland registriert – 70510.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.693 | 10.944 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 10.509 | 9.931 |
| Anzahl der Verdächtigen | 9.190 | 8.645 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.938 | 7.470 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.252 | 1.175 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.576 | 1.664 |
Quelle: Bundeskriminalamt








