Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Landkreis Stade: Tote Person auf Süderoogsand gefunden

Am Dienstag, den 09.07.2024, wurde eine männliche Wasserleiche auf der Sandbank Süderoogsand entdeckt. Die Identität des Verstorbenen, des vermissten Hamburger Unternehmers Frank P., wurde durch rechtsmedizinische Untersuchungen bestätigt.

Foto: unsplash

Süderoogsand / Flensburg / Hamburg (ost)

Am Dienstag, dem 09.07.2024, wurde eine männliche Leiche im Wasser auf der Sandbank Süderoogsand im schleswig-holsteinischen Wattenmeer entdeckt.

Die Identität des Verstorbenen wurde während der forensischen Untersuchung festgestellt. Es handelt sich um den vermissten Hamburger Geschäftsmann Frank P., der seit Ende April 2024 verschwunden war. Nach den vorliegenden Informationen brach er am 29.04.2024 allein mit einem hochseetauglichen Schlauchboot in Richtung Nordsee auf. Das Boot wurde später führerlos im Bereich der Außenelbe-Reede vor Cuxhaven gefunden.

Die Mordkommission (K1) der Bezirkskriminalinspektion Flensburg arbeitet zusammen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg an diesem Fall aufgrund der Auffindesituation und der örtlichen Zuständigkeit für den Fundort der Leiche.

Ein vorsätzliches Tötungsdelikt kann zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden. Es gibt bisher keine konkreten Hinweise auf einen oder mehrere Verdächtige.

Zur Unterstützung bei der weiteren Aufklärung bittet die Polizei die Öffentlichkeit um Hilfe. Der Fall wird in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ am 08.04.2026 um 20:15 Uhr ausführlich behandelt.

Die Ermittlungsbehörden suchen gezielt nach Zeugen, die Informationen über die Umstände der Bootsfahrt haben, die gegen 08:30 Uhr am Anleger „Gewerbepark Grünendeich“ im Landkreis Stade begann, Beobachtungen im Bereich der Außenelbe-Reede gemacht haben, verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Informationen über mögliche Hintergründe geben können. Auch scheinbar unwichtige Hinweise können für die Ermittlungen relevant sein. Hinweise werden während und nach der Sendung unter der Telefonnummer 0461-484 5555, direkt im ZDF-Studio oder bei jeder Polizeidienststelle entgegengenommen. Außerdem wurde eine Rufnummer für anonyme Hinweise eingerichtet. Diese lautet: 0160 20 68 666.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über das Hinweisportal der Landespolizei (https://sh.hinweisportal.de/) Fotos, Videos und allgemeine Hinweise an die ermittelnde Dienststelle zu übermitteln.

Wer hat für den genannten Zeitraum, Montag, den 29.04.2024, Fotos oder Videos von der Anlegestelle Grünendeich und der Außenelbe-Reede?

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat eine Belohnung in Höhe von 7.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen.

Die Pressestelle der Polizeidirektion Flensburg ist bis 22:00 Uhr am Abend für Rückfragen von Medienvertretern erreichbar.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 im Jahr 2022 auf 66 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 im Jahr 2022 auf 77 im Jahr 2023. Davon waren 56 männlich, 6 weiblich und 29 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 67 männliche, 10 weibliche und 28 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24