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Leezen: Verkehrsdelikte in einer Nacht

Polizei in Bad Segeberg entdeckt acht Verkehrsverstöße in einer Nacht, darunter Trunkenheitsfahrten, Cannabis-Fahrt und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Fahrer müssen mit Strafverfahren rechnen.

Foto: Depositphotos

Bad Segeberg (ost)

Patrouillen des Polizeireviers Bad Segeberg haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (05.02.2026) zwei Trunkenheitsfahrten, eine vermutete Cannabis-Fahrt und fünf Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis im Revier festgestellt.

Früh um 20 Uhr am Mittwoch (04.02.2026) identifizierten die Beamten auf der Hamburger Straße in Leezen den ersten Verkehrssünder. Ein 43-jähriger Ukrainer war mit seinem Auto mit 1,22 Promille unterwegs. Die Polizisten ordneten die Entnahme einer Blutprobe an und brachten den Mann zur Wache. Ein Arzt entnahm dort die Blutprobe. Danach untersagten die Einsatzkräfte die Weiterfahrt und ließen den Fahrer gehen.

Um 21:15 Uhr hielt eine andere Streife in der Dorfstraße in Rickling einen VW an. Der 42-jährige Fahrer (deutsch) behauptete zunächst, seinen Führerschein nicht dabei zu haben. Eine Überprüfung ergab jedoch, dass der Mann aus dem Kreis Segeberg seinen Führerschein bereits 2021 abgeben musste. Den angeblich später in Polen erworbenen Führerschein konnte der Fahrer auch zu Hause nicht finden. Ihm droht ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Kurz vor 22 Uhr kontrollierten Beamte einen Mercedes in der Industriestraße in Wahlstedt. Auch der 40-jährige Fahrer aus der Umgebung (deutsch) besaß keine Fahrerlaubnis. Allerdings saß seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz. Sie hatte einen Führerschein, traute sich aber wegen des Wetters nicht, zum Einkaufen zu fahren.

Eine gute halbe Stunde später hielt die Polizei einen 25-jährigen Deutschen am Steuer eines Transporters in der Kieler Straße in Wahlstedt an. Auch hier behauptete der Fahrer aus dem Segeberger Umland, seinen Führerschein nicht dabei zu haben. Eine Abfrage im System widerlegte seine Aussage, so dass er sein Fahrzeug stehen lassen musste.

Um Mitternacht hielt die nächste Streife einen Citroen in der Waldstraße, ebenfalls in Wahlstedt, an. Der 23-jährige Syrer konnte ebenfalls keinen Führerschein vorlegen. Die Beamten stellten daraufhin die Fahrzeugschlüssel sicher.

Um 01:40 Uhr fiel den Polizisten auf der B 206 in Bad Segeberg ein VW Polo auf. Bei der anschließenden Kontrolle gab der 19-jährige Fahrer (deutsch) aus der Nähe von Kiel an, am Wochenende einen Joint geraucht zu haben. Ein Urintest war positiv auf THC. Die Beamten nahmen den jungen Mann zur Blutprobe mit zur Wache.

Um 02:30 Uhr am frühen Donnerstagmorgen kontrollierten Beamte am Markt in Wahlstedt einen Mercedes. Die 43-jährige Fahrerin (deutsch) behauptete ebenfalls, ihren Führerschein zu Hause vergessen zu haben. Aufgrund eines dringenden Einsatzes brachen die Beamten die Kontrolle vorerst ab, stellten jedoch bei einer nachträglichen Überprüfung im System fest, dass auch die Wahlstedterin keinen Führerschein besitzt.

Allen Fahrern drohen Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zudem müssen die Fahrzeughalter mit einer Anzeige wegen Zulassung des Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechnen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Fahrzeughalter sicherstellen müssen, dass der Fahrer einen Führerschein besitzt.

Zum Schluss fiel kurz nach 03:00 Uhr in der Kurhausstraße in Bad Segeberg ein Radfahrer aufgrund seiner unsicheren Fahrweise auf. Nachdem der 55-jährige Deutsche zunächst in Schlangenlinien fuhr, beinahe gegen eine Straßenlaterne prallte, als die Polizisten ihn aufforderten, anzuhalten. Ein Atemalkoholtest ergab über 1,7 Promille. Der Bad Segeberger gab den Beamten gegenüber an, keinen Führerschein mehr zu haben. Er wurde bereits vor etwa zwei Jahren betrunken auf dem Fahrrad mit über zwei Promille erwischt. Die Streife nahm den Mann zur Blutprobe mit zur Wache. Ein Arzt entnahm die angeordnete Blutprobe.

Das Polizeirevier Bad Segeberg wird weiterhin ein Hauptaugenmerk auf die Überwachung des Straßenverkehrs legen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern, und kündigt weitere Kontrollen an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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