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Leipzig: Zoll als Sicherheitsakteur und Wirtschaftspartner

Der Zoll leistete 2025 einen bedeutenden Beitrag zum Schutz von Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere vor globalen Krisen und internationalen Herausforderungen.

Der Präsident der Generalzolldirektion, Dr. Armin Rolfink, überreicht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil den Zolljahresbericht 2025
Foto: Presseportal.de

Bonn (ost)

Der Zoll hat im letzten Jahr mit etwa 49.000 Beschäftigten einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern geleistet, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender globaler Krisen und wachsender internationaler Herausforderungen.

Der Zoll ist mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, dem Zollfahndungsdienst und den Kontrolleinheiten an Flug- und Seehäfen sowie an den Landesgrenzen ein bedeutender Teil der Inneren Sicherheit Deutschlands. Neben der Bekämpfung von Organisierter Kriminalität und des internationalen Rauschgiftschmuggels lag der Fokus der Arbeit auch auf der Abfertigung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs, insbesondere im Bereich des kontinuierlich wachsenden Onlinehandels aus Drittländern, sowie der Rolle als Einnahmeverwaltung des Bundes.

Zollabfertigung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs und E-Commerce

Im Jahr 2025 bearbeiteten die Zöllnerinnen und Zöllner fast 790 Millionen Warenpositionen im Wert von rund 1,4 Billionen Euro schnell und risikoorientiert. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf das starke Wachstum des internationalen Onlinehandels zurückzuführen: Allein im Bereich der Einfuhr von Post- und Kuriersendungen (E-Commerce) behandelte der Zoll im Vergleich zum Jahr 2024 rund 192 Millionen Warenpositionen mehr. Der Anteil des E-Commerce am internationalen Handel wächst seit Jahren rasant. Der Zoll reagiert darauf mit einem modernen digitalen Abfertigungssystem sowie einem flexiblen Personaleinsatzkonzept, das eine bundesweite gegenseitige Unterstützung der Zollämter im Rahmen der digitalen Abfertigung ermöglicht.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und der Präsident der Generalzolldirektion, Dr. Armin Rolfink, überzeugten sich bei der Präsentation der Jahresbilanz am Flughafen Leipzig/Halle, einem der größten Luftfrachtdrehkreuze Europas, von den Herausforderungen und Leistungen des Zolls vor Ort.

Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität

Im Jahr 2025 leitete der Zoll bundesweit rund 12.600 Ermittlungsverfahren im Bereich der grenzüberschreitenden Betäubungsmittelkriminalität ein. Der Seeweg bleibt dabei die zentrale Schmuggelroute, insbesondere für Kokain. Zur Stärkung der Hafensicherheit setzt der Zoll weiterhin auf eine enge nationale und internationale Zusammenarbeit.

Insgesamt stellten Zöllnerinnen und Zöllner im vergangenen Jahr bundesweit rund 69 Tonnen Betäubungsmittel sicher, darunter mehr als 54 Tonnen Marihuana und rund 6,5 Tonnen Kokain.

Darüber hinaus stellte der Zoll

Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls ging auch im Jahr 2025 konsequent gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor. Bundesweit leitete der Zoll branchenübergreifend mehr als 52.100 Ordnungswidrigkeitenverfahren und rund 98.200 Strafverfahren ein. Die Beschäftigten der FKS überprüften rund 25.800 Arbeitgeber. Die Ermittlungen führten zu Freiheitsstrafen von knapp 1.200 Jahren. Mit einer festgestellten Schadenssumme von rund 675 Millionen Euro leistete der Zoll im Jahr 2025 einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der Sozialversicherungssysteme, zur Sicherung der Steuereinnahmen sowie der Einhaltung von gesetzlichen Mindestarbeitsbedingungen, wie insbesondere der Zahlung von Mindestentgelten.

Einnahmen

Neben der Rolle als Sicherheitsakteur nahm der Zoll als Einnahmeverwaltung des Bundes im Jahr 2025 rund 157 Milliarden Euro ein und leistete damit einen maßgeblichen Beitrag zur Finanzierung staatlicher Aufgaben. Die Einnahmen setzten sich zusammen aus:

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil:

„Der Zoll sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen, bekämpft Kriminalität und sichert wichtige Einnahmen für unser Land. Mein Dank gilt den 49.000 Zöllnerinnen und Zöllnern. Sie sorgen mit großem Engagement täglich für Sicherheit und Gerechtigkeit.

Dabei stellen uns die weltweiten Krisen und die immer neuen Vorgehensweisen von Kriminellen vor Herausforderungen, denen wir begegnen müssen. Deshalb machen wir den Zoll schlagkräftiger. Wir stärken den Zoll mit 1.500 zusätzlichen Kräften in diesem Jahr. Und wir sorgen dafür, dass der Zoll neue rechtliche Befugnisse und technische Instrumente bekommt, damit Geldwäscher, Waffenschmuggler oder Drogenhändler nicht davonkommen.“

Präsident der Generalzolldirektion Dr. Armin Rolfink: „Die besondere Stärke des Zolls liegt in der engen Verzahnung seiner verschiedenen Einheiten sowie in der professionellen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren nationalen und internationalen Sicherheits- und Partnerbehörden. Dabei behalten wir stets die staatlichen Einnahmen, einen wirksamen Verbraucherschutz und die berechtigten Interessen der Wirtschaft gleichermaßen im Blick. Damit ist der Zoll ein unverzichtbarer Garant für die nationale Sicherheit sowie Fairness.“

Mehr Informationen finden Sie unter zoll.de.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 9931 auf 9644. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8645 auf 8326 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen. Dies zeigt, dass die Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Regionen wie Nordrhein-Westfalen vergleichsweise niedriger ist.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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