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Lensahn: Polizei sucht Zeugen nach Gefährdung des Straßenverkehrs auf der BAB1

Am Samstagabend erhielt die Polizei Kenntnis über einen Mann in psychischem Ausnahmezustand, der mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdete und von der Polizei gestoppt wurde.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++

Am Samstagabend (15.08.2026) wurde die Polizei über einen Mann informiert, der sich laut Hinweisen und aktuellem Stand in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Er fuhr mit seinem Auto der Marke Kia auf der Autobahn BAB1 vom Kreuz Ost in Richtung Norden und hielt sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Trotz Anhaltesignalen der Polizei reagierte er nicht und brachte durch sein Fahrverhalten mehrere Streifenwagen und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Auf dem Parkplatz Hasselburger Mühle konnte die Polizei den Mann schließlich stoppen. Er wurde in eine Fachklinik gebracht. Die Ermittlungen werden vom Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz durchgeführt. Es werden nun weitere Zeugen gesucht, die Informationen zum Fahrverhalten des Mannes haben oder möglicherweise gefährdet oder geschädigt wurden. Hinweise, Fotos oder Videos werden unter der Telefonnummer 04524-70770 entgegengenommen.

Den vorliegenden Informationen zufolge fuhr der 40-jährige Deutsche aus Mecklenburg-Vorpommern mit seinem weißen Kia Kombi ab etwa 21.55 Uhr auf der Autobahn BAB1 Kreuz Hamburg Ost in Richtung Norden. Der Mann ignorierte die Anhaltesignale mehrerer Streifenwagen, wechselte mehrmals die Spur mit überhöhter Geschwindigkeit und überholte andere Verkehrsteilnehmer mit hoher Geschwindigkeit auf dem Standstreifen. Auf dem Weg nach Norden überholte er mehrere Streifenwagen, die versuchten, ihn durch langsames Fahren zum Anhalten zu bringen. Dabei berührte er auch das Auto eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers.

Nach Einsatz eines Stoppsticks und Anhaltemanövern konnte die Polizei die Fahrt zwischen den Anschlussstellen Neustadt Pelzerhaken und Lensahn gegen 22:40 Uhr stoppen. Dabei wurden sowohl das Auto als auch zwei Streifenwagen beschädigt. Die Spezialeinsatzkräfte Schleswig-Holstein konnten den bewaffneten Mann, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, überwältigen. Dabei wurde niemand verletzt. Der 40-Jährige wurde in eine Fachklinik gebracht und die Polizei stellte eine Schreckschusswaffe sicher.

Während des Polizeieinsatzes musste die Autobahn BAB1 zwischen den Anschlussstellen Lensahn und Neustadt Pelzerhaken von 22:45 Uhr bis etwa 04:30 Uhr gesperrt werden und der Verkehr wurde umgeleitet.

Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen suchen die Beamten nun weitere Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten des Mannes machen können oder möglicherweise gefährdet oder geschädigt wurden. Hinweise, Fotos oder Videos werden unter der Telefonnummer 04524-70770 entgegengenommen.

Fragen sind an die Polizeidirektion Lübeck zu richten.

Dr. Jens Buscher – Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck

Ulli Fritz Gerlach – Pressesprecher Polizeidirektion Lübeck

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle entspricht. Schwere Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. In innerörtlichen Gebieten ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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