Rabatte verleiten zum Kauf, Polizei warnt vor Vorauszahlungen und nennt Schutzmaßnahmen.
Lübeck: Betrugsfälle durch Fakeshops im Internet

Lübeck (ost)
Rabatte und besonders günstige Preise in der Vorweihnachtszeit locken viele Menschen zum Einkaufen im Internet. Diese Situation wird von Kriminellen ausgenutzt, die gefälschte Webshops betreiben und dort Waren zum Verkauf anbieten. Die Polizei in Lübeck hat einen Anstieg von Betrugsfällen während der Vorweihnachtszeit festgestellt.
Derzeit untersucht das Kommissariat 14 der Kriminalpolizei Lübeck vermehrt Fälle von Betrug im Zusammenhang mit Fakeshops. Die Täter locken Kunden mit günstigen Preisen für Produkte im Internet und verlangen eine Vorauszahlung. Trotz angeblicher Rechnungen und Versandbestätigungen erhalten die Kunden ihre Bestellungen nicht.
Die Schadenssumme der betroffenen Käufer liegt in der Regel im dreistelligen bis vierstelligen Bereich. Die Vorauszahlungen wurden bisher auf Bankkonten im europäischen Ausland, hauptsächlich in Spanien, geleistet.
Die gefälschten Webseiten sind oft schwer zu erkennen. Die Ermittler haben festgestellt, dass viele dieser Fakeshops Namen wie „24“, „shop24“ oder ähnliche Zusätze verwenden.
Das Kommissariat 14 gibt nun Empfehlungen, wie man sich vor Internet-Betrug schützen kann:
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 3035 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 2966 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 940 auf 815 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 787 auf 693, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.035 | 2.966 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 940 | 815 |
| Anzahl der Verdächtigen | 787 | 693 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 544 | 475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 243 | 218 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 127 | 137 |
Quelle: Bundeskriminalamt








