Beamte des 2. Polizeireviers führen in Lübeck St. Lorenz Kontrollen durch. 32 Verstöße innerhalb von zwei Stunden festgestellt.
Lübeck: Geschwindigkeitskontrollen im Steinrader Damm

Lübeck (ost)
Am Donnerstagnachmittag (07. Mai 2026) führten Beamte des 2. Polizeireviers Geschwindigkeitskontrollen im Steinrader Damm in Lübeck St. Lorenz durch. In dem dortigen Bereich des Schulwegs innerhalb der 30er Zone stellten die Polizisten innerhalb von zwei Stunden 32 Geschwindigkeitsverstöße fest. Ein 19-Jähriger passierte die Kontrollstelle mit 72 km/h nach Abzug der Toleranz. Auch der 14-jährige Fahrer eines E-Rollers muss sich aufgrund verschiedener Verstöße verantworten. Insgesamt zeigten sich die kontrollierten Verkehrsteilnehmer jedoch einsichtig und bedankten sich teilweise trotz der Erwähnung der zu erwartenden Verwarn- oder Bußgelder. Auch Passanten, die teilweise mit ihren Kindern unterwegs waren, begrüßten die Kontrollen positiv.
Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer, da sie aufgrund ihres jungen Alters Geschwindigkeiten, Entfernungen und Abstände noch nicht so gut einschätzen können wie Erwachsene. Daher ist es wichtig, sie besonders zu schützen. Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h in der Nähe von Schulen, entlang von Schulwegen und in der Umgebung von Kindergärten sind ein wichtiger Schritt, um das Risiko schwerer Verkehrsunfälle mit Kindern zu reduzieren. Um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung zu überprüfen, führten die Beamten des 2. Polizeireviers am vergangenen Donnerstagnachmittag zwischen 14 Uhr und 16 Uhr Geschwindigkeitskontrollen im Steinrader Damm/Schönböckener Hauptstraße durch. Dort gilt im Bereich des Schulwegs eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
19 Verkehrsteilnehmer überschritten die Höchstgeschwindigkeit um bis zu 15 km/h (Verwarngeld). 10 fuhren zwischen 16 km/h und 20 km/h zu schnell (Bußgeld), 2 passierten die Messstelle mit einer Geschwindigkeit von 21-30 km/h (Bußgeld, 1 Punkt) zu schnell und ein Verkehrsteilnehmer überschritt die Höchstgeschwindigkeit im Bereich von 41-50 km/h (Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot). Ein 19-jähriger Lübecker, der sich noch in der Probezeit befand und ortskundig war, passierte die Messstelle mit 72 km/h anstelle der erlaubten 30 km/h.
Kurz vor Ende der Geschwindigkeitskontrolle fuhr ein E-Scooter-Fahrer mit Sturmhaube auf dem Radweg stadteinwärts an den Polizisten vorbei. Der Fahrer war schneller als die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und hatte keine Versicherungsplakette am E-Roller angebracht. Der 14-jährige Fahrer ignorierte die Aufforderung anzuhalten und fuhr einfach weiter. Nach kurzer Verfolgung konnten die Polizisten ihn in der Schönböckener Hauptstraße einholen und stoppen.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Software des Rollers manipuliert war und somit eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h mit dem Elektrokleinstfahrzeug möglich war. Auf dem Trittbrett entdeckten die Polizisten des 2. Reviers eine Versicherungsplakette aus dem Jahr 2026, die zuvor von einem Mietroller gestohlen worden war und nicht zu dem kontrollierten E-Roller gehörte. Außerdem führte der 14-Jährige weitere gestohlene Versicherungsklebeplaketten von Mietrollern bei sich.
Er muss sich nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten, zudem leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie des Verdachts des Diebstahls und des Kennzeichenmissbrauchs ein. Der E-Roller wurde beschlagnahmt. Aufgrund seiner Vermummung und des Fahrens auf dem Gehweg während der Flucht mit dem E-Roller muss der Jugendliche mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon entfallen 3.356 Unfälle auf Personenschäden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwere Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 292 Fällen oder 0,89% vertreten. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 27.916, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








