Über 100 Liter Zuckerrübenmelasse liefen in die Schwartau, mehrere hundert tote Fische entdeckt.
Lübeck: Gewässerverunreinigung in der Schwartau

Lübeck (ost)
In der Nacht von Freitag (19./20.06.2026) traten auf dem Gelände eines Futtermittelgroßhändlers in Techau (Ostholstein) über 100 Liter Zuckerrübenmelasse im Rahmen des Produktionsprozesses aus. Der Großteil der Masse gelangte laut ersten Erkenntnissen aus den Produktionsstätten in die nahe gelegene Schwartau. Dabei entdeckten Zeugen am Samstag mehrere hundert tote Fische im Fluss. Die Umweltabteilung des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz ermittelt nun wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.
Am Samstagmorgen bemerkten Zeugen die vielen toten Fische im Fließgewässer der Schwartau bei Techau in der Nähe des Futtermittelherstellers. Einige der Tiere waren bereits unter einer Schicht Sediment begraben.
Die Ordnungsbehörde des Kreises Ostholstein und die Ermittler der Umweltabteilung des Polizei- und Autobahnreviers Scharbeutz inspizierten den betroffenen Abschnitt der Schwartau. Es wurden mehrere Wasserproben entnommen und Sauerstoffmessungen durchgeführt. Die Werte zeigten eine deutliche Absenkung der Sauerstoffsättigung im Fluss.
Nach bisherigen Erkenntnissen gelangte die ausgelaufene Zuckerrübenmelasse in der Nacht vom Produktionsgelände des Futtermittelherstellers in die Schwartau. Die Verringerung der Sauerstoffsättigung in der Schwartau und das daraus resultierende Fischsterben werden aktuellen Informationen zufolge auf die ausgelaufene Zuckerrübenmelasse zurückgeführt.
Die Polizeibeamten der Umweltabteilung des Polizei- Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz haben in diesem Zusammenhang Ermittlungen wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Die genaue Klärung, wie die Melasse genau und unter welchen Bedingungen vom Produktionsgelände in die Schwartau gelangte, ist ein wichtiger Bestandteil der Untersuchungen.
Quelle: Presseportal








