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Lübeck-Kücknitz: Nächtliche Verkehrskontrolle in Kücknitz

Polizei entdeckt drei Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Blutproben, Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (07.02.-08.02.2026) führten Beamte der Polizeistation Kücknitz Verkehrskontrollen in Lübeck – Kücknitz durch. Dabei wurden drei Fahrer entdeckt, die unter dem Einfluss von Alkohol und / oder anderen berauschenden Mitteln standen. Die Polizisten ordneten die Entnahme von Blutproben an, konfiszierten Führerscheine und leiteten Ermittlungsverfahren ein.

Am Samstagabend, gegen 19:45 Uhr, fuhr ein 24-jähriger Mann mit einem E-Scooter entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf dem Radweg der Kücknitzer Hauptstraße. Zwei Polizeibeamte stoppten den Lübecker. Während der Verkehrskontrolle erhielten die Beamten Hinweise auf möglichen Drogenkonsum. Ein freiwilliger Urintest an der Polizeistation zeigte positiv auf Cannabis und Kokain an, woraufhin die Polizisten eine Blutprobe anordneten.

Gegen den 24-Jährigen (deutsche Staatsangehörigkeit) wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts des Führens eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln eingeleitet.

Gegen 00:30 Uhr bemerkten zwei Polizeibeamte, dass der Fahrer eines vor ihnen fahrenden Autos stark beschleunigte, nachdem er den Streifenwagen bemerkt hatte. Bevor die Polizisten ein Anhaltesignal geben konnten, bog der schwarze BMW von der Hochofenstraße nach links Zum Mühlbachtal ab. Dort fuhr der 22-jährige Fahrer mit hoher Geschwindigkeit zu einem angrenzenden Parkplatz und versuchte dann zu Fuß zu fliehen. Die Polizisten verfolgten das Auto und schnappten den Mann auf dem Parkplatz.

Bei der Kontrolle bemerkten die Polizisten Alkoholgeruch im Atem. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,5 o/oo. Im Laufe der polizeilichen Maßnahmen ergab sich zusätzlich der Verdacht, dass der Lübecker Fahrer Cannabis konsumiert haben könnte. Ein freiwilliger Urintest bestätigte den Verdacht.

Da der 22-Jährige (deutsche Staatsangehörigkeit) außerdem keine gültige Fahrerlaubnis hatte, wurden nach der Blutabnahme die Autoschlüssel sichergestellt.

Die Polizisten leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Autorennens, des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr sowie des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Gegen 03:40 Uhr hielten die Polizisten in der Kücknitzer Hauptstraße eine Fahrerin in einem weißen BMW an. Während der Verkehrskontrolle bemerkten die Beamten Alkoholgeruch im Atem der 54-jährigen Fahrerin (deutsche Staatsangehörigkeit).

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,2 o/oo. Die Beamten ordneten die Entnahme einer Blutprobe an und beschlagnahmten den Führerschein. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9.931 auf 9.644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8.645 auf 8.326, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen bei 7.470 und die weiblichen Verdächtigen bei 1.175 lag. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 auf 1.795. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% der Gesamtzahl entspricht. 292 Unfälle, also 0,89%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle, nämlich 27.916, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 85,13% ausmacht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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