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Lübeck: Seniorin übergibt Schmuck nach Schockanruf

Eine Seniorin übergab einem unbekannten Mann Schmuck nach einem Anruf aus einem Krankenhaus, in dem Geld für die Behandlung ihres Angehörigen gefordert wurde.

Foto: unsplash

Lübeck (ost)

Am Montagnachmittag (15.06.2026) hat eine ältere Dame aus St. Gertrud einem unbekannten Herrn eine Tasche mit Schmuck und Gold übergeben. Zuvor hatte sie einen Anruf aus einem Krankenhaus erhalten, in dem Geld oder andere Wertgegenstände für die Behandlung ihres Angehörigen gefordert wurden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Um 17.00 Uhr wurde eine 89-jährige Dame aus St. Gertrud von einem vermeintlichen Professor der Uniklinik in Lübeck angerufen. Man informierte sie darüber, dass ein naher Verwandter von ihr an Krebs erkrankt sei und ein Medikament verabreicht werden sollte, das die Krankenkassen nicht übernehmen würden. Anschließend wurde die Frau nach finanziellen Mitteln oder Wertgegenständen wie Schmuck oder Gold gefragt.

Die Dame sammelte dann Gold und Schmuck zusammen, während das Gespräch mit ihr geführt wurde.

Nachdem die ältere Dame angegeben hatte, alles in eine Tasche gepackt zu haben, wurde ihr mitgeteilt, dass ein Abholer eintreffen würde. Die Dame übergab dem Mann die Tasche mit den Wertgegenständen in der Wallbrechtstraße. Anschließend ging der Abholer in unbekannte Richtung.

Der Mann wurde als etwa 170 bis 175 cm groß und von schlanker Statur beschrieben. Er sprach akzentfrei Deutsch, ebenso wie der Anrufer. Er trug einen grauen Pullover mit Kapuze.

Gegen 19 Uhr kam der Sohn der Dame zu Besuch und erfuhr von seiner angeblichen Erkrankung und dem Aufenthalt im Krankenhaus. Der Sohn informierte die Polizei über den Betrug.

Das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die am Montagnachmittag zwischen 17.00 und 18.00 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Wallbrechtstraße, Thomas-Mann-Straße oder den umliegenden Straßen bemerkt haben.

Hinweise nimmt die Polizei unter der 0451/1310 oder per E-Mail an k14-saem.luebeck.bki@polizei.landsh.de entgegen.

Quelle: Presseportal

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