Am Samstagabend gerieten vor dem Strandbahnhof in Travemünde junge Männer in Streit. Mindestens drei Männer wurden verletzt, die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Lübeck-Travemünde: Travemünde, Körperliche Auseinandersetzung vor Strandbahnhof

Lübeck (ost)
Am Samstagabend (03.10.2026) gab es vor dem Strandbahnhof in Travemünde einen Streit zwischen mehreren jungen Männern. Dies führte zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der mindestens drei Männer verletzt wurden. Dank eines Zeugen, der sofort die Polizei alarmierte, konnten die Beamten kurz nach der Tat drei Verdächtige in der Nähe festnehmen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Der Grund für den Streit wird derzeit untersucht.
Um 22:15 Uhr informierte ein Zeuge die Polizei über den Notruf über eine Gruppe von mindestens fünf Personen, die zwei Personen am Strandbahnhof schlugen. Vor dem Bahnhof trafen die gerufenen Beamten auf einen 17-jährigen Mann aus Kiel (Staatsangehörigkeit: Ukrainisch) und einen 19-jährigen Mann aus dem Kreis Herzogtum-Lauenburg (Staatsangehörigkeit: Ukrainisch), beide mit Gesichtsverletzungen.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die beiden jungen Männer am Bahnhof von einer größeren Gruppe zunächst angesprochen und aufgefordert, den Bereich zu verlassen. Dies führte zu einem Streitgespräch. Anschließend sollen mehrere Männer aus der Gruppe die beiden Opfer geschlagen und getreten haben, bevor sie vor dem Eintreffen der Polizei zu Fuß flohen.
Bei der Nahbereichsfahndung identifizierten Beamte des 3. Polizeireviers einen 20-jährigen Verdächtigen aus Hamburg (Staatsangehörigkeit: Afghanisch), einen 27-jährigen Mann aus Lübeck (Staatsangehörigkeit: Afghanisch) und einen 27-jährigen Mann aus Frankfurt am Main (Staatsangehörigkeit: Afghanisch). Weitere Personen wurden zunächst nicht gefunden. Aufgrund von Verletzungen bei einem der Männer leitete die Polizei auch Ermittlungen wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung gegen die oben genannten 17- und 19-jährigen Männer ein.
Die genaue Ursache für die Auseinandersetzung vor dem Strandbahnhof wird derzeit untersucht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle gemeldet, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon waren 56 männlich und 6 weiblich. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf 74, wobei 66 davon aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, davon waren 67 männlich und 10 weiblich. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








