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Lübeck: Überfall und Festnahme von Tatverdächtigen

Ein junger Mann wurde in St. Lorenz Nord überfallen und verletzt. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen, darunter 16, 17 und 18 Jahre alt.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++

Am Abend des Samstag (03.01.2026) soll ein Bewohner von Lübeck in unmittelbarer Nähe zu einem Spielplatz in Lübeck St. Lorenz Nord von drei jungen Männern angegriffen worden sein. Nach den aktuellen Informationen sollen die Verdächtigen ihn mit einer Waffe bedroht, unter anderem mit einem ausziehbaren Schlagstock verletzt und die Herausgabe seines Rucksacks gefordert haben. Bei den sofortigen und intensiven Fahndungsmaßnahmen konnten die drei Verdächtigen in der Nähe des Tatorts erkannt und von der Polizei festgenommen werden.

Der 24-jährige Geschädigte soll nach aktuellen Informationen gegen 23.10 Uhr auf einem Weg spazieren gegangen sein, der parallel zur Süderstraße hinter den Grundstücken verläuft. In der Nähe des Zugangs zu einem Spielplatz sollen ihn dann drei Personen mit einer Waffe gezwungen haben, auf die Knie zu gehen. Anschließend sollen sie den Lübecker mehrmals mit einer Waffe und einem ausziehbaren Schlagstock geschlagen, verletzt und die Herausgabe seines Rucksacks und seines Geldes gefordert haben. Danach flohen die Männer.

Der verletzte Lübecker machte durch Schreie auf sich aufmerksam, Zeugen informierten daraufhin die Polizei. Rettungskräfte brachten den jungen Mann zur weiteren Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus. Gleichzeitig suchte die Polizei intensiv nach den flüchtigen Angreifern.

In der Nähe des Tatorts konnten die Polizeibeamten kurz darauf drei verdächtige junge Männer im Alter von 16, 17 und 18 Jahren festnehmen (Staatsangehörigkeit aller Verdächtigen: deutsch) und sie anschließend in Gewahrsam nehmen. Neben Sturmhauben, einem ausziehbaren Schlagstock, einer Schreckschusspistole und einer täuschend echten Softairpistole mit Munition führten die Männer auch zwei Einhandmesser sowie illegale Pyrotechnik mit sich. Die Gegenstände wurden als Beweismittel sichergestellt.

Die Kriminalpolizei in Lübeck hat gegen die Verdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung eingeleitet, außerdem wird wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und des Verdachts auf Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen aufgrund fehlender Haftgründe aus dem Polizeigewahrsam entlassen, wie bei der Staatsanwaltschaft Lübeck beantragt. Die beiden 16 und 17 Jahre alten Verdächtigen wurden ihren Eltern übergeben.

Für Rückfragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck.

Dr. Jens Buscher – Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck

Ulli Fritz Gerlach – Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Räuberieraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 im Jahr 2022 auf 956 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 793 auf 1013 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 101 auf 88 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 auf 427. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 12625 Fällen die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.194 1.403
Anzahl der aufgeklärten Fälle 749 956
Anzahl der Verdächtigen 894 1.101
Anzahl der männlichen Verdächtigen 793 1.013
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 101 88
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 310 427

Quelle: Bundeskriminalamt

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