Flucht vor Polizeikontrolle zwischen Klingberg und Gleschendorf. Zwei Personen gestellt, Fahrer ohne Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz.
Lübeck: Verfolgungsfahrt mit Kleinkraftrad endet im Waldgebiet

Lübeck (ost)
Am Abend des Sonntags (21.06.2026) ereignete sich in Ostholstein eine Verfolgungsjagd mit einem Moped, nachdem der Fahrer die Anhaltesignale der Polizei ignorierte und floh. Die Flucht endete in einem Waldgebiet zwischen Klingberg und Gleschendorf. Das Fahrzeug wurde konfisziert, nach Suchmaßnahmen konnten zwei Personen gestellt werden.
Am Sonntag, dem 21.06.2026, gegen 20:30 Uhr, fuhr eine Streifenwagenbesatzung des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz auf der L309 von Pönitz kommend in Richtung Pansdorf. Kurz vor Schürsdorf wurde ein entgegenkommendes Moped entdeckt, auf dem der Beifahrer keinen Helm trug.
Die Beamten entschieden sich daraufhin für eine Kontrolle und nahmen die Verfolgung des Fahrzeugs auf. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltesignale der Polizei. Stattdessen fuhr er mit dem Moped auf einen Gehweg, der von der Fahrbahn durch einen Grünstreifen getrennt war.
Selbst nach einer erneuten Aufforderung zum Anhalten, die die Beamten parallel fahrend signalisierten, fuhr das Moped weiter. Anschließend drehte das Moped um und setzte seine Flucht fort.
Die Verfolgungsjagd endete schließlich in der Straße „In den Tannen“ und damit in einem Waldgebiet bei Klingberg. Aufgrund des unwegsamen Geländes musste die direkte Verfolgung abgebrochen werden.
Um die Suche zu unterstützen, wurden weitere Streifenwagenbesatzungen der Polizeireviere Eutin und Bad Schwartau hinzugezogen, um mögliche Fluchtwege zu sichern. Bei der Suche konnten frische Reifenspuren gefunden werden. Das Moped wurde später im Waldgebiet abgestellt aufgefunden.
Ein Polizeidiensthund wurde zur weiteren Unterstützung der Suche angefordert. Kurz darauf wurde eine Person in einem angrenzenden Feld liegend entdeckt und angesprochen – es handelte sich um einen 18-jährigen Ostholsteiner. Ein 17-jähriger Jugendlicher, der als Beifahrer identifiziert wurde, trat wenig später aus einem Gebüsch hervor und stellte sich den Einsatzkräften.
Nach aktuellen Informationen besaß der 18-jährige Fahrer (deutsche Staatsangehörigkeit) keine gültige Fahrerlaubnis. Zudem hatte das Moped keine gültige Versicherung. Die Eigentumsverhältnisse des Fahrzeugs konnten vor Ort nicht geklärt werden, daher wurde das Moped zur Sicherung des Eigentums beschlagnahmt. Es stellte sich später heraus, dass das Versicherungskennzeichen mit schwarzer Farbe übermalt worden war.
Der 18-jährige Verdächtige wurde nach Abschluss der erkennungsdienstlichen Maßnahmen entlassen. Er wird nun in einem Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des illegalen Autorennens, der Urkundenfälschung, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Fahrens ohne Versicherungsschutz verantwortlich gemacht. Der 17-jährige Beifahrer wurde seinen Erziehungsberechtigten übergeben.
Quelle: Presseportal








