Beamte des PABR Ratzeburg führen besondere Kontrolle mit Videoaufzeichnung durch, um Handyverstöße zu dokumentieren.
Lübeck: Verkehrskontrolle mit Reisebus

Ratzeburg (ost)
17.02.2027 | Polizeidirektion Ratzeburg
Während der letzten europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche Truck & Bus führten Polizeibeamte des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers (PABR) Ratzeburg vom 09. bis 13.02.2026 auf der A1 eine spezielle Art der Verkehrskontrolle durch und entdeckten dabei viele Verstöße im Zusammenhang mit Handys.
Am Montag und Dienstag sowie am Donnerstag und Freitag nutzten die Beamten einen Reisebus, um den Verkehr zwischen dem Kreuz Lübeck und dem Kreuz Hamburg Ost aus erhöhter Position zu beobachten. Wenn die Einsatzkräfte einen Verstoß feststellten – zum Beispiel die unerlaubte Nutzung eines Smartphones – starteten sie die Videoaufzeichnung mit einer Kamera. Auf diese Weise dokumentierten sie die Verstöße für die Bußgeldstelle, um im Streitfall mögliche Beweise in Form von Fotos oder Videos vor Gericht vorlegen zu können. Hinter dem Bus folgten mehrere Zivil- und Streifenwagen mit Kontrollkräften, die die betroffenen Fahrer an der nächsten Ausfahrt von der Autobahn abführten und dort überprüften. Das Kontrollkonzept wurde den Beamten des PABR Ratzeburg im Austausch mit Kollegen der Polizei Baden-Württemberg bekannt, die ein speziell mit Kameras ausgestattetes Wohnmobil einsetzten. Das Konzept mit dem Reisebus wurde von den Beamten des PABR Ratzeburg im Jahr 2023 eigenständig entwickelt und seither planen sie solche speziellen Kontrollen etwa ein- bis zweimal im Jahr.
Insgesamt wurden in der letzten Woche 77 Fälle von verbotener Handynutzung während der Fahrt festgestellt, darunter 13 bei Kleintransportern und 14 bei größeren LKWs ab 3,5 Tonnen. Angesichts der aktuellen Witterungsbedingungen, die von den Verkehrsteilnehmern eigentlich volle Aufmerksamkeit erfordern, ist dies ein alarmierendes Ergebnis. Derartige Ablenkungen können schnell zu schwerwiegenden Unfällen führen. Wer sein Smartphone während der Fahrt unerlaubt benutzt, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro plus Bearbeitungsgebühr rechnen. Positiv war jedoch, dass sich dieses Mal fast alle Betroffenen einsichtig zeigten.
Weitere Kontrollen sind bereits in Planung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon endeten 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% der Gesamtanzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Todesopfer, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








