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Mettenhof: Verfolgungsfahrt endet in Festnahme

Ein 19-jähriger Fahrer floh vor der Polizei in Kiel, überfuhr Rotlicht und wurde nach Flucht zu Fuß festgenommen.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

In der Nacht vom 18.10.2024 floh der Fahrer eines Autos vor der Polizei und nahm an einer Verfolgungsjagd von der Innenstadt bis zum Stadtteil Mettenhof teil. Nachdem er dort zunächst zu Fuß weiter floh, gelang es Polizeibeamten des 3. Polizeireviers, den Mann festzunehmen. Gegen den 19-jährigen Fahrer wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Um 01:55 Uhr plante ein Streifenwagen des 2. Polizeireviers Kiel, auf Höhe des Exerzierplatzes eine Fahrzeugkontrolle aufgrund eines defekten Vorderlichts durchzuführen. Der Fahrer des Volvo-Autos ignorierte alle Anhaltesignale und fuhr weiter über den Schützenwall in Richtung Autobahn. Dabei überfuhr der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an einer stark befahrenen Kreuzung sogar eine rote Ampel. Der Streifenwagen verfolgte das flüchtende Auto und dokumentierte Geschwindigkeiten zwischen 170-180 km/h im 80 km/h-Bereich der A 215.

Die Polizeibeamten verfolgten das Auto bis zum Osloring in Mettenhof. Unterstützende Streifenwagen blockierten die Fluchtrichtung, so dass das Auto zum Stillstand gezwungen wurde. Der Fahrer stieg aus dem Volvo aus und flüchtete zu Fuß zwischen den Wohnblöcken.

Bei der Suche nach der Person war neben Polizeibeamten mehrerer Kieler Reviere auch ein Diensthund im Einsatz. Schließlich wurde der 19-Jährige von Kollegen des 3. Polizeireviers in seinem Versteck unter einem geparkten Auto gefunden.

Gegen den Mann wird nun nicht nur wegen der Gefährdung im Straßenverkehr ermittelt. Es wird auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und einer Vielzahl anderer Straftaten ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Kiel ordnete die Beschlagnahme des Fahrzeugs und die vorläufige Festnahme des Beschuldigten an.

Ricarda Blucha

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon endeten 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was einem Anteil von 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtunfälle aus, was 1.753 Unfällen entspricht. Es gab 382 Unfälle, bei denen der Einfluss berauschender Mittel eine Rolle spielte, was einem Anteil von 0,46% entspricht. Die meisten Unfälle (83,33%) waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 68.911. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 82.697
Unfälle mit Personenschaden 11.651
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.753
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 382
Übrige Sachschadensunfälle 68.911
Ortslage – innerorts 55.688
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 23.501
Ortslage – auf Autobahnen 3.508
Getötete 102
Schwerverletzte 1.947
Leichtverletzte 12.627

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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