Am Wochenende ereigneten sich vier Trunkenheitsfahrten im Herzogtum Lauenburg, zwei davon endeten in Verkehrsunfällen. Tatverdächtige müssen sich verantworten.
Mölln: Trunkenheitsfahrten im Herzogtum Lauenburg

Ratzeburg (ost)
23.03.2026 | Herzogtum Lauenburg | 21./22.03.2026
Letztes Wochenende gab es im Herzogtum Lauenburg anscheinend in vier Fällen Fahrten unter Alkoholeinfluss, bei zwei davon kam es sogar zu Verkehrsunfällen. Ein Verkehrsteilnehmer wurde schwer verletzt.
Am Samstagabend gegen 18:55 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der A 24 zwischen den Anschlussstellen Hornbek und Gudow. Ein 51-jähriger Ukrainer aus Berlin fuhr mit einem Ford auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Berlin auf der A 24. Er näherte sich von hinten einem 36-jährigen Berliner in einem VW-LKW, der gerade ein Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen überholte. Der 36-jährige VW-Fahrer wollte nach dem Überholen auf den rechten Fahrstreifen wechseln. Der Ford-Fahrer begann jedoch schon mit dem Überholen des VW, bevor dieser den linken Fahrstreifen verlassen hatte. Der PKW geriet zunächst nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Mittelschutzplanke. Dabei verlor der 51-jährige die Kontrolle über das Fahrzeug, geriet ins Schleudern und prallte mit dem Heck des VW Crafters zusammen. Danach kam er von der Fahrbahn ab, überquerte den rechten Fahr- und Standstreifen, durchbrach den Wildschutzzaun und blieb abseits der Fahrbahn im Buschwerk stehen. Der 51-jährige Ukrainer wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Beamten erhielten Hinweise auf Alkoholkonsum vor der Fahrt und ordneten eine Blutprobe an. Ein Atemalkoholtest war nicht möglich. Der 36-jährige Fahrer des Kleinlasters blieb zum Glück unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstanden Sachschäden.
Am 22.03.2026 kurz nach Mitternacht stoppte die Polizei einen 35-jährigen Rumänen aus dem Herzogtum Lauenburg. Eine aufmerksame Verkehrsteilnehmerin hatte zuvor den Notruf gewählt und die auffällige Fahrweise des VW Golf auf der B207 zwischen Brunstorf und Schwarzenbek gemeldet. Bei der Kontrolle in der Hamburger Straße in Schwarzenbek stellten die Beamten Anzeichen für Alkoholkonsum vor der Fahrt fest und führten einen freiwilligen Atemalkoholtest mit dem Mann durch. Dieser ergab ein vorläufiges Ergebnis von 1,70 Promille. Daraufhin ordneten die Einsatzkräfte eine Blutprobenentnahme an und untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Außerdem wurde der Führerschein sichergestellt.
Wenig später gegen 01:30 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall in der Harnackstraße in Mölln. Eine 40-jährige Deutsche aus dem Herzogtum Lauenburg war hier aus bisher ungeklärter Ursache beim Ausparken mit einer Mauer kollidiert. Wenige hundert Meter vom Unfallort entfernt kam die BMW-Fahrerin im Grambeker Weg zum Stillstand, da ihr Fahrzeug aufgrund des Unfallschadens nicht mehr fahrbereit war. Dort traf sie auf Zeugen, die schließlich die Polizei informierten, da ihnen die gesamte Situation seltsam vorkam. Die alarmierten Polizeibeamten erhielten Hinweise auf möglichen Alkoholeinfluss bei der BMW-Fahrerin im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,24 Promille. Die Einsatzkräfte ordneten auch hier eine Blutprobenentnahme an und beschlagnahmten den Führerschein der Frau.
Am Sonntagabend gegen 18:50 Uhr meldete sich erneut eine Zeugin bei der Polizei, da sie bei einem Skoda-Fahrer an einer Tankstelle in Schwarzenbek den Verdacht auf Trunkenheit im Straßenverkehr hatte. Die sofort herbeigeeilten Einsatzkräfte unterzogen den Fahrer, einen 47-jährigen Kroaten, noch auf dem Tankstellengelände in der Hamburger Straße einer Verkehrskontrolle. Auch in diesem Fall führten die Beamten aufgrund von Auffälligkeiten einen freiwilligen Atemalkoholtest durch, der ein vorläufiges Ergebnis von 2,45 Promille ergab. Der Mann durfte seine Fahrt nicht fortsetzen und die Polizisten stellten seinen Führerschein sicher.
Alle vier Verdächtigen müssen sich nun in entsprechenden Ermittlungsverfahren für ihr Handeln verantworten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Unfälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 292, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% ausmacht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








