Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Neuengörs: Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst

Am Samstagmorgen alarmierte man Freiwillige Feuerwehren zu einem Bahnunfall in Wakendorf I. Einsatzkräfte befreiten zwei Personen aus einem PKW und retteten 36 Zugpassagiere.

Übung Bahnunfall Warendorf I_05.10.2024
Foto: Presseportal.de

Wakendorf I (ost)

Heute Morgen, am 05.10.2024, wurden die freiwilligen Feuerwehren des Dritten Bereichs aus dem Amt Trave-Land zu einem Bahnunfall in Wakendorf I gerufen. An der Stelle des Bahnübergangs kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto mit zwei Insassen und einem Regionalzug der Nordbahn. Die Kooperative Regionalleitstelle West alarmierte daraufhin Feuerwehr und Rettungsdienst mit dem Einsatzstichwort „TH BAHN R5“ (Technische Hilfeleistung im Bahnbereich mit Großeinsatz Rettungsdienst 3-5 verletzte Personen).

Bei Ankunft der Einsatzkräfte sahen sie folgende Situation vor: Ein Auto mit zwei Insassen stand auf den Gleisen, beide Personen im Fahrzeug waren eingeklemmt, der Zug kam etwa 150m hinter der Unfallstelle zum Stehen, die Anzahl der betroffenen und verletzten Personen war unklar, ebenso wie ein Fahrrad, das auf den Gleisen lag und bereits deformiert war.

Schon auf dem Weg zur Unfallstelle wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass sie sicher im Bereich der Gleise arbeiten konnten.

Im ersten Einsatzabschnitt mussten die verunglückten Personen aus dem deformierten Auto befreit und vom Rettungsdienst versorgt werden. Dafür war eine enge Absprache mit allen beteiligten Einsatzkräften erforderlich, um die Rettungsmaßnahmen abzustimmen. Beide Patienten wurden mithilfe von hydraulischem Rettungsgerät aus dem Auto befreit und anschließend vom Rettungsdienst versorgt. Das Fahrrad auf den Gleisen war nicht relevant für den Einsatz. Nach genauer Erkundung wurde keine weitere Person gefunden.

Im zweiten Einsatzabschnitt mussten die Einsatzkräfte die Personen aus dem Zug der Nordbahn retten. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich 36 Personen im Zug, die vom leitenden Notarzt gesichtet und entsprechend ihrer Behandlungspriorität aus dem Zug gerettet wurden. Um einen sicheren Transport zum Bahnübergang zu gewährleisten, wurde eine Lore mit Schleifkorbtragen eingesetzt. Leichtverletzte und gehfähige Patienten wurden zu Fuß von den Rettungskräften zu einer Verletztensammelstelle gebracht. Aufgrund der hohen Anzahl an Verletzten und betroffenen Personen wurden beide Patienten-Transport-Züge des Deutschen Roten Kreuzes Segeberg mit weiteren Rettungs- und Krankenwagen zur Einsatzstelle gerufen. Die Verletzten wurden in ein „nahegelegenes Krankenhaus“ gebracht. In Wakendorf I stellte ein Unternehmer eine Halle als Notaufnahme zur Verfügung.

Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch die Einsatzkräfte der Bundespolizei (die bei Einsätzen im Bahnbereich anstelle der Landespolizei tätig werden) sowie der Notfallmanager der Deutschen Bundesbahn, der Notdienst der Nordbahn und Mitarbeiter von DB CareNet während der zweistündigen Übung stark beschäftigt.

Die Übung wurde auch von den Einsatzkräften der Technischen Einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg unterstützt. Sie stellten Personal für die Übungsleitung zur Verfügung und die Taktische Einheit war mit einer Drohne im Einsatz, um das Geschehen aus der Luft zu beobachten.

Insgesamt waren mehr als 170 Personen an dieser Übung beteiligt.

Ein großer Dank geht an die vielen Verletztendarsteller, die schon vor der Übung bereitstehen mussten, um möglichst realistisch geschminkt zu werden.

Während der Übung musste der Verkehr im Bereich des Bahnübergangs in beiden Richtungen vollständig gesperrt werden.

Nach der Übung erhielten alle Einsatzkräfte eine warme Mahlzeit.

Eingesetzte Kräfte:

Freiwillige Feuerwehr Wakendorf I

Freiwillige Feuerwehr Geschendorf Freiwillige Feuerwehr Stubben Freiwillige Feuerwehr Altengörs Freiwillige Feuerwehr Neuengörs Freiwillige Feuerwehr Bühnsdorf Amt Trave-Land, Einsatzleitwagen Florian Segeberg 25-11-01 Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit Taktischer Einheit „Drohne“ sowie dem Fachbereich Presse &Öffentlichkeitsarbeit mit zwei Pressesprechern Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein mit drei Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeug mit zwei Notärzten sowie Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Deutsches Rotes Kreuz mit Patienten-Transport-Zug Nord und Süd, Betreuungsgruppe sowie Verletztendarsteller, Schminkern und Betreuern Malteser-Hilfsdienst Neumünster mit Verletztendarsteller, Schminkern und Betreuern Notfallmanager Deutsche Bahn sowie Mitarbeiter DB CareNet Notdienst der Nordbahn

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022

Im Jahr 2022 gab es insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle in Schleswig-Holstein. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. 382 Unfälle, also 0,46%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 83,33%, was 68.911 Unfällen entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 82.697
Unfälle mit Personenschaden 11.651
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.753
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 382
Übrige Sachschadensunfälle 68.911
Ortslage – innerorts 55.688
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 23.501
Ortslage – auf Autobahnen 3.508
Getötete 102
Schwerverletzte 1.947
Leichtverletzte 12.627

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

nf24