Rund 100 Einsatzkräfte bekämpfen intensives Feuer in Neumünster. Großaufgebot an Feuerwehren und Rettungsdiensten im Einsatz.
Neumünster: Brand in Lagerhalle im Industriegebiet Süd

Neumünster (ost)
Neumünster, 15. Juni 2026 – Am Montagmorgen wurde die Leitstelle Neumünster gegen 08:00 Uhr durch die Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Betrieb im Industriegebiet Süd alarmiert. Daraufhin rückte der Löschzug der Berufsfeuerwehr zunächst mit dem Einsatzstichwort „FEU BMA“ zur gemeldeten Einsatzstelle aus.
Während der Anfahrt konnte eine starke Rauchentwicklung von den Einsatzkräften wahrgenommen werden. Aufgrund der Situation vor Ort wurde das Einsatzstichwort zunächst auf „FEU G“ (Feuer, größer als Standard) und kurz darauf auf „FEU 2“ erhöht. Daraufhin wurden zusätzliche Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie mehrere Freiwillige Feuerwehren zur Einsatzstelle gerufen.
Am Einsatzort bestätigte sich ein Brand in einer Lagerhalle eines Unternehmens. In dem Gebäude waren unter anderem Elektroartikel, Akkumulatoren und größere Mengen Kunststoff gelagert. Die hohe Brandlast führte zu einer intensiven Brandentwicklung und stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.
Um die Brandbekämpfung zu unterstützen, wurde ein leistungsstarker Lüfter eingesetzt. Durch die Überdruckbelüftung konnte der Brandrauch gezielt aus der Halle gedrückt werden, was die Sichtverhältnisse für die Trupps, die im Innenangriff unter Atemschutz arbeiteten, deutlich verbesserte. Dadurch konnten die Löschmaßnahmen im Inneren des Gebäudes effektiv durchgeführt werden.
Aufgrund des Ausmaßes des Einsatzes wurde eine große Anzahl an Kräften alarmiert. Zu Spitzenzeiten waren etwa 100 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle beteiligt. Neben der Berufsfeuerwehr unterstützten mehrere Freiwillige Feuerwehren die Maßnahmen. Zusätzlich wurden die Regieeinheit Betreuung sowie die Technik- und Logistikgruppe gemeinsam mit Kräften des Deutschen Roten Kreuzes zur Einsatzstelle entsandt. Sie übernahmen die Versorgung der Einsatzkräfte und logistische Aufgaben.
Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurde auch die Drohneneinheit der Führungsunterstützungseinheit der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Dank Luftbildern und Wärmebildaufnahmen konnte die Brandbekämpfung koordiniert werden und Glutnester sowie Wärmeschwerpunkte wurden frühzeitig erkannt.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde vorsorglich ein benachbartes Unternehmen evakuiert. Eine Evakuierung des betroffenen Betriebes war nicht erforderlich. Drei Personen wurden vom Rettungsdienst untersucht, aber ein Krankenhaustransport war nicht nötig. Es gab keine Verletzten.
Das Feuer wurde erfolgreich von den Einsatzkräften gelöscht. Da sich in der Lagerhalle unter anderem Akkumulatoren befanden und ein erneutes Aufflammen nicht ausgeschlossen werden kann, wird die Einsatzstelle bis in die Nacht von einer Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen einer Brandsicherheitswache überwacht. So kann bei Bedarf schnell reagiert oder weitere Unterstützung angefordert werden.
Quelle: Presseportal








