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Neumünster: Renitenter Reisender landet im Gefängnis

Ein betrunkener Mann griff Bundespolizisten an, wurde festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Er erwartet nun mehrere Strafverfahren.

Foto: Depositphotos

Neumünster (ost)

Ein Mann bedrohte die Bundespolizisten mit den Worten „ich stech euch ab“ und griff plötzlich in seine Hosentasche. Am Abend entschied ein Richter am AG Neumünster, dass der Mann in Untersuchungshaft genommen werden soll.

Am Sonntagmorgen gegen 09.45 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizei am Bahnhof Neumünster von einem Bahnmitarbeiter auf Bahnsteig 2 informiert, dass sich im RE 11258 ein Mann befindet, der nicht aufwachen will, aber wegen seines starken Uringeruchs den Zug verlassen sollte.

Die Bundespolizisten weckten den Mann und wurden sofort mit den Worten „Hau ab Bulle, ich stech dich ab“ konfrontiert. Als er dann versuchte, sofort in seine Hosentasche zu greifen, griffen die Beamten zu und konnten ihn nur mit Hilfe einer weiteren Streife festhalten. Der Mann trat und schlug um sich und versuchte, die Bundespolizisten auf dem Weg zur Wache mit Kopfnüssen zu verletzen.

Währenddessen wurden die Beamten fortlaufend beleidigt und bedroht, zusätzlich urinierte der 33-Jährige noch in die Gewahrsamszelle. Da er stark betrunken schien und einen Atemalkoholtest ablehnte, wurde eine Blutprobe angeordnet. Das Ergebnis ergab 2,63 Promille.

Da der Mann obdachlos ist und bereits häufig mit der Polizei in Konflikt geraten ist und bereits unter Führungsaufsicht steht und gegen Bewährungsauflagen verstoßen hat, wurde ein beschleunigtes Verfahren eingeleitet. Aufgrund der bestehenden Fluchtgefahr wurde die Untersuchungshaft bis zur Hauptverhandlung angeordnet.

Der 33-jährige Mann erwartet aufgrund seiner Vorstrafen und der aktuellen Strafverfahren wegen Tätlichem Angriff und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Bedrohung eine nicht unerhebliche Freiheitsstrafe. Ein Polizeibeamter wurde am Arm verletzt, blieb jedoch dienstfähig. Der Mann führte kein Messer bei sich.

Quelle: Presseportal

nf24