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Niedersachsen: Polizei durchsucht wegen Drogenhandels

Kriminalpolizei nimmt Drogenhändler in Norderstedt fest und stellt Betäubungsmittel und Bargeld sicher.

Foto: Depositphotos

Norderstedt (ost)

Letzten Freitag (04.09.2026) wurde ein Drogenhändler in Norderstedt von Zivilfahndern der Polizei Niedersachsen festgenommen. Die Kriminalpolizei Norderstedt übernahm die weiteren Maßnahmen an der Wohnung des Verdächtigen und durchsuchte diese sowie weitere Adressen. Die Kriminalbeamten stellten eine große Menge verschiedener Betäubungsmittel sowie Bargeld sicher. Der Beschuldigte wurde von den Zivilfahndern in ein Gefängnis in Niedersachsen gebracht.

Um 14:00 Uhr nahmen Zivilfahnder der niedersächsischen Polizeidirektion Lüneburg im Rahmen eines Einsatzes einen 38-jährigen deutschen Staatsbürger aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg in Norderstedt fest. Sie informierten die örtliche Kriminalpolizei, die die weiteren Maßnahmen an einer Adresse in Norderstedt übernahm, die dem Händler zugeordnet werden konnte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel ordnete das Amtsgericht Kiel die Durchsuchung der Wohnung und weiterer ermittelter Adressen in Niedersachsen an.

Bei den Durchsuchungen fanden die Kriminalbeamten eine Vielzahl von Betäubungsmitteln in großem Umfang sowie Bargeld, das vermutlich aus illegalen Geschäften stammt. Das Bargeld und die Betäubungsmittel wurden daraufhin sichergestellt.

Außerdem stießen die Beamten bei der Durchsuchung auf Gegenstände, die wahrscheinlich mit früheren Diebstählen in Verbindung gebracht werden können.

Während der Maßnahmen erschien auch der Bewohner der betroffenen Wohnung in Norderstedt, ein 38-jähriger deutscher Staatsbürger. Die Einsatzkräfte nahmen ihn vorläufig fest, führten erste kriminalpolizeiliche Maßnahmen durch und leiteten ebenfalls ein Strafverfahren gegen ihn ein. Da keine Haftgründe vorlagen, wurde er anschließend freigelassen.

Gegen den niedersächsischen Drogenhändler lag bereits zuvor ein Haftbefehl vor, der gerichtlich erlassen wurde. Die Zivilfahnder brachten ihn daher in ein niedersächsisches Gefängnis, um die Haft anzutreten.

Basierend auf den bisherigen Erkenntnissen wird sich der Norderstedter im weiteren Verlauf einem Strafverfahren wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Diebstahls stellen müssen.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 9931 auf 9644. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8645 auf 8326 zurück, wobei die meisten Verdächtigen Männer waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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