Größter europäischer Ermittlungskomplex zu synthetischen Drogen – Labore zerschlagen, tonnenweise Chemikalien und Drogen sichergestellt. Der Zoll lädt zu einer Pressekonferenz in Köln ein, um die Ermittlungserfolge in Deutschland vorzustellen.
Niedersachsen: Pressekonferenz – Schlag gegen die Organisierte Kriminalität

Köln (ost)
Der Zoll lädt am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, zu einer Pressekonferenz im Zollkriminalamt (ZKA) in Köln ein, um insbesondere die Erfolge der Ermittlungen in Deutschland zu präsentieren.
Datum: Mittwoch, 21. Januar 2026
Beginn: 11:00 Uhr Zugang: 10:00 – 10:30 Uhr Ort: Zollkriminalamt, Bergisch-Gladbacher Str. 837, 51069 Köln
Am letzten Freitag (16.01.2026) endeten intensive verdeckte Ermittlungen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Osnabrück, bestehend aus Kräften des Zollfahndungsamtes Hannover und der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück, mit einem europaweiten Action Day. Der deutsche Teil der Ermittlungen ist Teil eines international koordinierten Gesamtkomplexes, der das bisher größte europäische Ermittlungsverfahren im Bereich illegaler Chemikalientransporte und der Herstellung synthetischer Drogen darstellt.
Zoll und Polizei geben in einer Pressekonferenz am kommenden Mittwoch – neben Informationen zum Gesamtkomplex – Einblicke in die aufwändige Ermittlungsarbeit, die allein in Deutschland im vergangenen Jahr zur Aufdeckung mehrerer illegaler Drogenlabore in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen führte.
Der Direktor des Zollkriminalamtes, Dr. Tino Igelmann, der Polizeipräsident der Polizeidirektion Osnabrück, Friedo de Vries, und die Leiterin des Zollfahndungsamtes Hannover, Monika Dennhardt, präsentieren den deutschen Ermittlungskomplex und stehen nach der Pressekonferenz für Fragen und Statements zur Verfügung.
Vor Ort besteht auch die Möglichkeit zum Austausch mit Experten im Bereich der illegalen Herstellung synthetischer Drogen, zur Aufnahme von Bildern und Videos eines beschlagnahmten Reaktors aus einem illegalen Drogenlabor sowie verschiedener synthetischer Drogen, die im Zollkriminalamt begutachtet werden können.
Interessierte Medienvertreter werden gebeten, ihre Teilnahme bis zum 20. Januar 2026, 15:00 Uhr, bei der Generalzolldirektion (pressestelle.gzd@zoll.bund.de) anzumelden. Der Zugang zum Gelände (Sicherheitsbereich) ist nur akkreditierten Medienvertretern gestattet. Es sind keine weiteren Informationen vor der Pressekonferenz verfügbar.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung folgende Informationen an: Nachname, Vorname, Redaktion, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und – falls Sie mit dem Auto anreisen – das Kfz-Kennzeichen. Ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis ist ebenfalls erforderlich.
Aufgrund der geltenden Sicherheitsbestimmungen ist ein Zugang nach 10:30 Uhr nicht möglich. Aufnahmen (Bilder und Videos) sind außerhalb der Pressekonferenzräume auf dem Gelände des Zollkriminalamtes nicht gestattet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind trotz eines leichten Rückgangs relativ stabil geblieben. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging von 9931 im Jahr 2022 auf 9644 im Jahr 2023 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 8645 auf 8326. Von den Verdächtigen waren 7470 männlich, 1175 weiblich und 1664 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








