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Norderstedt: Explosion selbstgebauten Sprengsatzes, Mann verliert Hand

Ein Mann aus Norderstedt wurde bei der Explosion eines selbstgebauten Sprengsatzes schwer verletzt. Weitere Ermittlungen laufen, um den Vorfall zu klären.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

Bei einer Explosion eines mutmaßlich selbstgebauten Sprengsatzes auf dem Gelände des Berufsbildungszentrums Norderstedt wurde ein 44-jähriger Mann aus Norderstedt am Mittwochabend, dem 5. Februar 2025, schwer verletzt. Die Detonation war so stark, dass eine Hand vollständig zerstört und vom Unterarm abgetrennt wurde. Der schwer verletzte Mann wurde zusammen mit den abgetrennten Gliedmaßen in ein Krankenhaus gebracht.

Der Geschädigte gab den eingesetzten Polizei- und Rettungskräften gegenüber an, dass er einen Gegenstand auf dem Schulhof aufgehoben habe, der in seiner Hand explodiert sei. Daraufhin wurden weitere Schulgelände in Norderstedt vorsorglich durchsucht. Nach derzeitigen Ermittlungen wird angenommen, dass der Mann sich beim Umgang mit dem Sprengkörper selbst verletzt hat. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass er andere Straftaten begehen wollte.

Der angeforderte Kampfmittelräumdienst stellte fest, dass es sich wahrscheinlich um einen selbstgebauten Sprengsatz handelte, der mit illegaler Pyrotechnik hergestellt wurde. Erste Untersuchungen bestätigten den Verdacht, dass der Geschädigte den Sprengsatz selbst gebaut hat. Die zuständige Staatsanwaltschaft ordnete eine Hausdurchsuchung an, bei der weitere pyrotechnische Gegenstände sowie ein ähnlicher Sprengsatz beschlagnahmt wurden.

Der Norderstedter wird nun wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz strafrechtlich verfolgt. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle: Presseportal

nf24