In Hohenaspe wurde ein 15-Jähriger von der Polizei gestoppt, nachdem er versucht hatte, sich einer Kontrolle zu entziehen.
Ottenbüttel: Polizei stoppt minderjährigen Autofahrer

Hohenaspe (ost)
In der Nacht von Montag auf Dienstag hielt die Polizei in Hohenaspe einen 15-jährigen Jugendlichen an, der mit einem Fahrzeug unterwegs war. Zunächst versuchte er, der Kontrolle zu entkommen, wurde jedoch kurz darauf gestoppt.
Gestern Nacht gegen 04.06 Uhr fuhren Polizeibeamte des Polizeireviers Itzehoe auf der Landesstraße 127 von Kaaks in Richtung Ottenbüttel. In der Ferne sahen sie einen Opel auf die Einmündung Am Burndahl und L 127 zufahren. Zuerst blinkte der Wagen nach links in Richtung Itzehoe, bog dann aber in die entgegengesetzte Richtung ab, nachdem der Streifenwagen vorbeigefahren war. Dieses Verhalten war verdächtig, daher entschieden die Beamten, eine Kontrolle durchzuführen.
Der Fahrer reagierte nicht auf die Anhaltesignale der Polizei, beschleunigte stark und näherte sich mit überhöhter Geschwindigkeit einer nahenden Einmündung. Kurz bevor er dort ankam, bremste der Opel plötzlich ab. Zu diesem Zeitpunkt gelang es der Streifenbesatzung, das Fahrzeug am Straßenrand zu blockieren und den wieder anfahrenden Pkw zu stoppen. Dabei kam es zu einer Berührung zwischen dem Opel und dem Streifenwagen.
Im Auto saß ein 15-jähriger Jugendlicher aus dem Kreis Steinburg. Er hatte anscheinend heimlich das Fahrzeug eines Verwandten genommen, um eine nächtliche Spritztour zu machen. Ein Erziehungsberechtigter kümmerte sich anschließend um ihn.
An beiden Fahrzeugen entstand leichter Sachschaden. Niemand wurde verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Dieser Vorwurf gilt auch dann, wenn ein einzelner Fahrer seine Geschwindigkeit deutlich erhöht und dabei bewusst riskant fährt, beispielsweise um einer Verkehrskontrolle zu entkommen. Entscheidend ist dabei die gezielte Steigerung der Geschwindigkeit mit rennähnlichem Charakter und der damit verbundene Vorsatz.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon endeten 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle, bei denen berauschende Mittel im Spiel waren, beliefen sich auf 292 Fälle (0,89%). Die restlichen Sachschadensunfälle machten den Großteil mit 27.916 Fällen aus (85,13%). Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 2.829 Unfälle innerorts (8,63%), 1.003 außerorts (3,06%) und 400 auf Autobahnen (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








