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Polizei beobachtet Drogenübergabe in Elmshorn

Bundespolizisten entdecken 1,5 kg Cannabis im Keller der Großmutter nach Durchsuchung des 20-jährigen Drogenverkäufers und seines Käufers.

Foto: Depositphotos

Elmshorn (ost)

Am 17.02.2026 gegen 16:00 Uhr entdeckten Bundespolizisten während ihres Streifengangs zwei Männer, die vermutlich Betäubungsmittel in der Nähe des Bahnhofs Elmshorn übergaben.

Die Patrouille nahm sofort den Vorfall auf, woraufhin die beiden Männer (20/41 Jahre alt, deutsche Staatsbürger) in die Diensträume der Bundespolizei am Bahnhof Elmshorn gebracht werden sollten.

Der 20-jährige mutmaßliche Drogenverkäufer wehrte sich dagegen und versuchte, sich der polizeilichen Maßnahme zu entziehen. Daraufhin wurden ihm Handschellen angelegt.

Bei der Durchsuchung der beiden Personen in der Dienststelle fanden die Beamten beim „Dealer“ mehrere Konsumeinheiten von vermutlich Cannabis, sowie eine Tüte mit drei Kugeln vermutlichem Heroin. Er hatte auch eine beträchtliche Menge Bargeld in mittlerer dreistelliger Summe in typischer Stückelung bei sich.

Beim Käufer wurde eine kleine Menge vermutlichen Cannabis gefunden, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder freigelassen.

Beamte des hinzugezogenen Kriminaldauerdienstes der Landespolizei Schleswig-Holstein erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss beim zuständigen Richter.

Landes- und Bundespolizisten durchsuchten daraufhin die Wohnung des 20-Jährigen. Dabei fanden sie einen Schlagring, der als verbotene Waffe gilt und beschlagnahmt wurde, aber zunächst keine weiteren Betäubungsmittel.

Auch im dazugehörigen Kellerabteil der Wohnung fanden die Polizisten keine weiteren Betäubungsmittel, aber sie rochen einen süßen, typischen Geruch, der aus einem anderen Kellerabteil stammte, nämlich dem der Großmutter.

Der Durchsuchungsbeschluss wurde mit diesem neuen Wissen auf das Kellerabteil der Großmutter ausgeweitet.

Dort wurden die Beamten tatsächlich fündig und konnten etwa 1,5 kg Cannabis sicherstellen.

Nach der Aktion wurde der Enkel wieder freigelassen.

Gegen ihn wurden verschiedene Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Handels mit Betäubungsmitteln und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt durchgeführt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 10838 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls gesunken, von 9931 im Jahr 2022 auf 9644 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist von 8645 auf 8326 gesunken, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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