Ein Polizeibeamter wurde beim Versuch, einen Fahrzeugführer ohne Führerschein zu stoppen, angefahren. Der Mann flüchtete, die Polizei sucht nun nach Zeugen.
Polizei sucht Zeugen nach gefährlichem Vorfall in Kiel

Kiel (ost)
Letzten Donnerstag war ein Polizeibeamter auf dem Weg zur Arbeit, als er in der Holtenauer Straße eine Person bemerkte, die auf dem Fahrersitz eines Autos mit laufendem Motor saß, obwohl sie bekanntermaßen keine Fahrerlaubnis besitzt. Es kam zu Widerstand. Danach floh der Mann mit dem Fahrzeug. Das 1. Polizeirevier Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeuginnen und Zeugen.
Am 9. Januar 2025 gegen 19 Uhr war der 31-jährige Polizeibeamte auf dem Weg zum Nachtdienst. In der Holtenauer Straße 65 sah der Beamte eine männliche Person, die vor einer Einfahrt in einem Fahrzeug mit laufendem Motor saß, obwohl sie keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Der Polizeibeamte informierte sofort die Einsatzleitstelle, die daraufhin einen Streifenwagen zum Einsatzort schickte. Bevor die angeforderten Kollegen eintrafen, versuchte die männliche Person, mit dem Fahrzeug wegzufahren, um einem anderen Verkehrsteilnehmer Platz zu machen. Der 31-Jährige näherte sich dem Mann, um ihn am Wegfahren zu hindern, und identifizierte sich als Polizist. Er forderte den Mann mehrmals auf, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Der 62-jährige Fahrzeugführer betätigte daraufhin wahllos und unkontrolliert die Pedale, wodurch das Fahrzeug rückwärts beschleunigte. Ein Zusammenstoß mit dem dahinter geparkten Fahrzeug konnte nur durch starkes Bremsen des Fahrzeugführers verhindert werden. Nach dem Abbremsen beschleunigte der Mann erneut und fuhr aus der Parklücke auf die Fahrbahn. Der Polizeibeamte hielt den Fahrzeugführer die ganze Zeit über die geöffnete Fahrertür am Arm fest. Um nicht verletzt oder überfahren zu werden, wich der Polizeibeamte zurück. Der Fahrzeugführer beschleunigte daraufhin und fuhr in Richtung Dreiecksplatz davon. Die sofortige Fahndung nach dem flüchtigen Fahrzeug verlief negativ.
Das 1. Polizeirevier Kiel führt die weiteren Ermittlungen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Das Kennzeichen oder der Fahrzeugtyp konnten aufgrund der Situation vom geschädigten Polizeibeamten nicht genannt werden. Aufgrund des Ortes und der Tageszeit dürften Passanten und Verkehrsteilnehmer auf den Vorfall aufmerksam geworden sein. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich mit dem 1. Polizeirevier Kiel unter der Telefonnummer 0431-1601110 in Verbindung zu setzen.
Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle in Schleswig-Holstein. Davon hatten 3.356 Unfälle Personenschaden, was 10,23% entspricht. 1.230 Unfälle waren schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden, was 3,75% ausmacht. 292 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,89% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% ausmacht. In der Ortslage innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








