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Polizei- und Feuerwehrmeldungen am 23.03.2024 aus Schleswig-Holstein

Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Schleswig-Holstein vom 23.03.2024

Foto: unsplash

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.

23.03.2024 – 16:21

FW-LFVSH: Landesjugendfeuerwehrversammlung 2024: Jugendfeuerwehr bekennt sich klar zur freiheitlich demokartische Grundordnung

Kiel (ost)

141 Vertreter sowie viele Besucher aus Feuerwehr und Politik nahmen an der heutigen Landesjugendfeuerwehrversammlung im Feuerwehrhaus der Feuerwehr Kaltenkirchen teil. Rüdiger König, stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart, führte wie im Vorjahr durch die Veranstaltung und begrüßte als besondere Gäste unter anderem die schleswig-holsteinische Sozialministerin Aminata Touré, den Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr, Christan Patzelt, sowie Landesbrandmeister Frank Homrich.

Zum ersten Mal dabei war Jaenne Albert, die neue Jugend- und Bildungsreferentin des Landesfeuerwehrverbandes, die seit November Teil der Geschäftsstelle in Kiel ist.

Landesjugendfeuerwehrwart Sascha Keßler gab einen Einblick in die Ereignisse und Erfolge der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr. Bei seinem Jahresbericht betonte er die Wichtigkeit von Demokratie und Partizipation. Feuerwehr sei parteipolitisch neutral, aber dennoch sei es wichtig, über das Thema Demokratie aufzuklären und durch Aufklärung zu schützen. "Die Jugendfeuerwehr ist bunt und es ist wertvoll, bunt zu sein. Bei uns hat jeder eine Heimat, bei uns hat jeder die Möglichkeit, sich zu verwirklichen", so Keßler.

Weiter berichtete der Landesjugendfeuerwehrwart über das Landeszeltlager, das alle vier Jahre stattfindet und an dem rund 700 Jugendliche und ihre Betreuerinnen und Betreuer im vergangenen Jahr wieder teilgenommen haben. 2023 fand das Zeltlager in Tydal in Eggebek unter dem Motto "Hej" statt und hat neben anderen Gästen auch den Ministerpräsidenten Daniel Günther gelockt. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Zeltsiedlungen habe Keßler dem Ministerpräsidenten wichtige Themen und Anliegen der Jugendfeuerwehr im Land mit auf den Weg geben können.

Geprägt war das jüngste Landeszeltlager vor allem durch den anhaltenden Regen, der die Zeltplätze unter Wasser setzte. "So viel Wasser hat es bei einem Landeszeltlager wohl noch nie gegeben. Aber die Feuerwehrfamilie hat gezeigt, dass wir wirklich eine Familie sind. Gemeinsam haben wir Hand in Hand Gräben gebuddelt, um das Überfluten der Zelte zu vermeiden und zu stoppen", berichtete der Landesjugendfeuerwehrwart weiter.

Wenn es um den Nachwuchs der Feuerwehr geht, dürfen auch die Kleinsten nicht vergessen werden. Insbesondere in den letzten Monaten und Jahren erfreuen sich die Kinderabteilungen in den Feuerwehren immer größerer Beliebtheit. Ein Highlight im vergangenen Jahr sei sicherlich der Kinderfeuerwehr-Aktionstag im Grömitzer Zoo gewesen, bei dem die Kinder nicht nur die Tiere bestaunen konnten, sondern auch dank der Grömitzer Kameradinnen und Kameraden spannende Experimente kennenlernen durften.

Beim Blick in die Zukunft sagte Keßler, dass er auch 2024 wieder viel Wert auf Nerzwerkarbeit legen wolle. Außerdem kündigte er den großen SHJF-Tag am Jugendfeuerwehrzentrum in Rendsburg am 13.07.2024 an, bei dem sich alles um das Thema Berufe und mögliche zukünftige Jobs und Ausbildungen für die Jugendfeuerwehrkameradinnen und -kameraden drehen wird. Auch der Hansa-Park-Aktionstag werde zukünftig weiterhin stattfinden - in diesem Jahr am 22. Juni. Weiterhin hat Sascha Keßler die Jugendfeuerwehren dazu eingeladen, am diesjährigen Tag der Feuerwehr am 1. Dezember teilzunehmen.

Sozialministerin Aminata Touré richtete die Grüße der Landesregierung aus. In ihrem Grußwort betonte sie, dass Gemeinschaft nur funktioniere, wenn man zusammenhält. In vielen Teilen unserer Gesellschaft sei das allerdings abhandengekommen. Gemeinschaften wie die Jugendfeuerwehren seien entscheidend, um gesellschaftspolitische Debatten zu führen. Wer bei der Feuerwehr aktiv ist, bekenne sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Und genau diese Orte, abseits der staatlichen Institutionen, in denen Demokratie gelebt und diskutiert wird, brauche es.

In einem gemeinsamen Interview gaben Jugendforumssprecherin Valerie Konstanti und Jugendforumssprecher Kjell Berg einen Überblick über die im vergangenen Jahr behandelten Themen. Inklusion für Menschen mit Handicap in der Jugendfeuerwehr, Offenheit für die LGBTQ-Community zu schaffen und die Null-Promille-Helden waren nur einige davon. Die fertig ausgearbeiteten Themen sollen den Jugendfeuerwehren zukünftig zur Verfügung gestellt werden.

Für Kjell Berg war die heutige Landesjugendfeuerwehrversammlung die letzte als Landesjugendforumssprecher. Aus Altersgründen wurde er aus seiner bisherigen Position verabschiedet und verfolgt nun weiter seine Feuerwehrkarriere als aktiver Feuerwehrkamerad in der Einsatzabteilung und unterstützt Manfred Mölich bei der Betreuung des Landesjugendforums. Ein Nachfolger für Kjell Berg wird im April im Jugendforum gewählt. Valerie Konstanti bleibt weiterhin Sprecherin des Landesjugendforums.

Neu hinzugekommen in das Team der Landesjugendfeuerwehr ist Hauke Vegelahn, der einstimmig zum Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit der Landesjugendfeuerwehr gewählt wurde. Hauke Vegelahn ist 19 Jahre alt und hat bereits beim letzten Zeltlager im Öffentlichkeitsarbeits-Team unterstützt.

60 Jahre Deutsche Jugendfeuerwehr: darüber berichtete Bundesjugendfeuerwehrwart Christian Patzelt in seinem Grußwort. In diesem Zusammenhang lud er alle Anwesenden ein, zum Deutschen Jugendfeuerwehrtag, der vom 6. bis 8. September stattfindet, nach Dresden zu kommen. In den Fokus seines Grußwortes stellte er die klare politische Haltung der Jugendfeuerwehr. "Auch wenn Verfassungsfeinde demokratisch gewählt sind, bleiben sie Feinde der Verfassung", so Patzelt, der für eine intensive Demokratieförderung plädierte.

Mit dem Appell, weiterhin für die freiheitliche demokratische Grundordnung zu kämpfen und miteinander zu kommunizieren, und nicht übereinander, schloss der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber die Versammlung.

Die nächste Landesjugendfeuerwehrversammlung findet am 05.04.2025 in Barsbüttel im Kreisfeuerwehrverband Stormarn statt.

- Ehrungen Leistungsspange der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehr in Silber

Ehrennadel Silber der Deutschen Jugendfeuerwehr

Leistungsspange der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehr in Gold

Hier geht es zur Originalquelle

Medien-Rückfragen bitte an:

Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein
Mareike Dahms
Telefon: 0431 / 2000 82-16
E-Mail: m.dahms@lfv-sh.de
http://www.lfv-sh.de

23.03.2024 – 10:32

FW-SE: Schuppenbrand greift auf Einfamilienhaus über

Oering (ost)

Am Freitagabend ereignete sich in Oering ein Brand in einem Schuppenanbau, der sich auf das Einfamilienhaus ausbreitete und es vollständig zerstörte.

Um 18:30 Uhr am Freitagabend, dem 22. März 2024, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Oering und Seth von der Kooperativen Regionalleitstelle West mit dem Einsatzstichwort FEU G (Feuer, größer als Standard) in die Straße Olen Redder in Oering alarmiert. Dort soll es zu einem Brand im Dachstuhl eines Einfamilienhauses gekommen sein.

Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte aus Oering war die gesamte Straße stark verqualmt. Nach der Erkundung des Einsatzortes durch den Einsatzleiter aus Oering, Maik Grell, stellte sich heraus, dass ein Anbau von ca. 150m² brannte. Dieser war an ein Einfamilienhaus angeschlossen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnte das Ausmaß des Brandes zunächst nicht abgeschätzt werden. Weitere Einsatzkräfte wurden sofort nachalarmiert, darunter die Feuerwehren aus Kaltenkirchen mit einem Hubrettungsfahrzeug und die Feuerwehr Sülfeld. Das Einsatzstichwort wurde auf FEU 3 (Feuer, 3 Löschzüge) angepasst.

Mit drei Trupps im Innenangriff wurde zunächst die Brandbekämpfung begonnen, musste jedoch aufgrund der schnellen Brandausbreitung abgebrochen werden. Parallel wurde die Drehleiter aus Kaltenkirchen mit dem Wassermonitor positioniert und der Wasserwerfer des Tanklöschfahrzeugs in Bereitschaft versetzt. Mithilfe mehrerer handgeführter Strahlrohre im Außenangriff konnte unter anderem ein gefährdetes Nachbarhaus geschützt werden. Trotz des massiven Wassereinsatzes griff das Feuer schließlich auf das angebaute Einfamilienhaus über. Es handelte sich um ein Fachwerkhaus, das ursprünglich mit Reet gedeckt war. Über dem Reet wurden Faserzement-Wellplatten verbaut.

Ein Innenangriff mit mehreren Trupps wurde durchgeführt, musste aber aufgrund der starken Brandausbreitung im Dachstuhl und im Obergeschoss abgebrochen werden. Das Haus stand schließlich in Vollbrand. Mit mehreren Wassermonitoren und handgeführten Strahlrohren wurde der Brand aus dem Außenangriff bekämpft.

Aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden weitere Feuerwehren angefordert, darunter die Feuerwehren aus Sievershütten, Kisdorf und Wilstedt (Kreis Stormarn). Für die spätere Dekontamination der Einsatzkräfte wurde der ABC-Zug des Kreises Segeberg alarmiert, um eine hygienische Versorgung und Dekontamination sicherzustellen. Ein Kettenbagger riss parallel den Anbau ab, um bei den Nachlöscharbeiten zu helfen.

Aufgrund des hohen Personaleinsatzes wurde die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg im Verlauf des Einsatzes mit einer weiteren Drehleiter zur Einsatzstelle gerufen. Sie löste die Kräfte aus Kaltenkirchen ab. Das Einsatzstichwort wurde auf FEU 6 (Feuer, 6 Löschzüge) angepasst.

Die zwischenzeitlich alarmierten THW-Einheiten mit entsprechendem Räumgerät mussten nicht mehr ausrücken.

Gegen 23:25 Uhr wurde der Rettungsleitstelle gemeldet, dass das Feuer unter Kontrolle war, die Nachlöscharbeiten jedoch noch einige Zeit andauern würden. Ein Bagger riss das Gebäude schließlich ab. Nachdem die Einsatzstelle mit Schaummittel benetzt wurde, konnten gegen 3:30 Uhr die letzten Einsatzkräfte den Einsatzort verlassen.

Ein verletzter Person wurde vom Rettungsdienst gesichtet und ins Krankenhaus gebracht.

Etwa 180 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Polizei hat die Ermittlungen am Einsatzort aufgenommen.

Von Seiten der Feuerwehr können keine Angaben zu Schadenshöhe, Personalien oder Verletzungen der Betroffenen gemacht werden.

Eingesetzte Kräfte:

Freiwillige Feuerwehr Oering Freiwillige Feuerwehr Seth Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen Freiwillige Feuerwehr Sülfeld Freiwillige Feuerwehr Sievershütten Freiwillige Feuerwehr Kisdorf Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg Freiwillige Feuerwehr Wilstedt (Stormarn) ABC-Zug Kreis Segeberg Kreisfeuerwehrverband Segeberg: stv. Kreiswehrführer Kreisfeuerwehrverband Segeberg: zwei Pressesprecher, Rufbereitschaft mit Wechsellader Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein: zwei Rettungswagen, organisatorischer Leiter Rettungsdienst Rettungsdienstverbund Stormarn: Leitender Notarzt Deutsches-Rotes-Kreuz: Fachberater Polizei Segeberg und Kriminalpolizei Kreis Segeberg Bürgermeister Oering

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Kreisfeuerwehrverband Segeberg
Pressesprecher
Christoph Rüter
E-Mail: c.rueter@kfv-segeberg.de

Kreisfeuerwehrverband Segeberg
- Pressestelle -
Hamburger Strasse 117
23795 Bad Segeberg
Telefon: 04551/95-68-39
E-Mail: presse@kfv-segeberg.de
www.kfv-segeberg.org

Redaktioneller Hinweis: Unser Liveticker basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

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