Durchsuchung ergab Fund von Kokain und Bargeld, Verdächtige auf freiem Fuß
Polizeiaktion in Brunsbüttel

Brunsbüttel (ost)
Letzten Mittwoch durchsuchte das Kommissariat 4 der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe in Brunsbüttel im Rahmen eines Rauschgiftermittlungsverfahrens Wohn- und Nebenräume. Die Ermittler beschlagnahmten Kokain, Bargeld und verdächtige Händlerutensilien und nahmen unter anderem Mobiltelefone als Beweismittel in ihren Besitz.
Ab 14:00 Uhr vollstreckte das Kommissariat 4 der BKI Itzehoe einen Durchsuchungsbeschluss in der Schmiedestraße. Ein 60-jähriger Mann steht im Fokus, gegen den der Verdacht besteht, seit einiger Zeit mit einer erheblichen Menge Kokain zu handeln. Aktuellen Informationen zufolge soll ein 28-jähriger Brunsbütteler ihm dabei geholfen haben.
Mit Unterstützung weiterer Kräfte der BKI Itzehoe und der Kriminalpolizeistation Heide sowie zwei Rauschgiftspürhunden durchsuchten die Einsatzkräfte neben der Wohnung auch einen angrenzenden Lagerraum sowie den Heizungsraum der Wohnung. In dem Lagerraum fanden die Ermittler etwa 50 Gramm Kokain und Bargeld im fünfstelligen Bereich. Im Heizungsraum entdeckten die Einsatzkräfte zudem fertig portioniertes Kokain.
Zusätzlich wurden typische Händlerutensilien wie Verpackungsmaterial und eine Waage sichergestellt. Fünf Mobiltelefone wurden zur weiteren Untersuchung von den Einsatzkräften sichergestellt.
Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und dem Angebot zur Vernehmung wurden die beiden Beschuldigten aufgrund fehlender Haftgründe freigelassen. Die Ermittlungen gegen die beiden Deutschen werden fortgesetzt.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 9931 auf 9644. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8645 auf 8326 zurück, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








