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Polizeieinsatz beim Fußballspiel in Kiel

Starke Polizeikräfte schritten ein und verhinderten gewaltsames Aufeinandertreffen der Fangruppen. Es kam zu diversen Gewahrsamnahmen.

Quelle: Polizeidirektion Kiel
Foto: Presseportal.de

Kiel (ost)

Nachdem es heute Morgen während des angemeldeten Fanwalks des VfL Osnabrück zu einem Vorfall mit Anhängern von Holstein Kiel kam, griffen starke Polizeikräfte der Landes- und Bundespolizei unter Einsatz unmittelbaren Zwangs ein und konnten so ein gewaltsames Aufeinandertreffen verhindern. Es gab mehrere Festnahmen.

Auch bei diesem Polizeieinsatz im Zusammenhang mit dem Fußballspiel bildeten die Polizeidirektion Kiel und die Bundespolizeiinspektion Kiel wieder einen gemeinsamen Einsatzabschnitt für die Gastfans. Beamte der Bundespolizeiinspektion Kiel überwachten die Ankunft der etwa 340 Fans des VfL Osnabrück, die mit dem Zug anreisten, darunter auch sogenannte Risikofans. Der gemeinsame Einsatz begleitete dann den Fußmarsch der Osnabrücker Fans vom Bahnhof Kiel zum Holstein-Stadion nach ihrer Ankunft.

Um 10:15 Uhr griffen etwa 40 Personen aus der Holstein-Kiel-Szene in Höhe des Bootshafens offensichtlich gezielt die Osnabrücker Fans an, die am angemeldeten Fanwalk teilnahmen. Die starken Polizeikräfte, die den Fanmarsch begleiteten, griffen sofort ein. Durch den Einsatz unmittelbaren Zwangs, einschließlich körperlicher Gewalt und Pfefferspray, gelang es den Einsatzkräften, ein erneutes Aufeinandertreffen der Fangruppen zu verhindern. Es gab keine Verletzten unter den Gastfans, und der Fanwalk konnte ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt werden. Ein Kieler Fan wurde durch den Einsatz von Pfefferspray leicht verletzt und konnte nach einer ambulanten Behandlung vor Ort in Gewahrsam bleiben.

Insgesamt wurden 40 Personen aus der Kieler Fanszene vor Ort identifiziert. Von ihnen wurden 37 Personen, die an der schweren Störung der öffentlichen Ordnung beteiligt waren, zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam genommen. Auch drei Minderjährige waren beteiligt. Die informierten Erziehungsberechtigten wurden informiert und nahmen ihre Kinder in Obhut.

Die Polizei hat Ermittlungen zu den Vorfällen aufgenommen und entsprechende Anzeigen wegen Störung der öffentlichen Ordnung erstattet.

Bei dem Einsatz wurden zwei Beamte der Bundespolizei und ein Beamter der Landespolizei verletzt. Der Polizeibeamte der Landespolizei ist nicht mehr dienstfähig.

Zu Beginn der ersten Halbzeit zündeten Fans des VfB Osnabrück mehrmals Pyrotechnik im Block. Der weitere Spielverlauf im ausverkauften Stadion verlief ohne Störungen.

Nach dem Spiel verließen die Gastfans das Stadion ohne weitere Vorkommnisse. Die Polizei überwachte die Nachspielphase.

Gegen 16:15 Uhr erschienen etwa 50 Personen aus der Kieler Fanszene im Bereich des Polizeigewahrsams in der Kieler Innenstadt. Bereits anwesende Polizeikräfte verhinderten, dass die Personen die dortigen Dienstbetriebe störten. Die Polizei sperrte die Wilhelminenstraße / Blumenstraße und die Gartenstraße / Legienstraße ab. Gegen 16 Uhr wurden die vorübergehend in Gewahrsam genommenen Personen schrittweise entlassen.

Der weitere Einsatz verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Der Einsatzleiter, Polizeioberrat Carsten Ebsen, zeigte sich zufrieden mit dem Einsatzverlauf beim Fußballeinsatz und dankte den Einsatzkräften für ihre professionelle Arbeit. Auch die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei im Hinblick auf die Gastfans erwies sich erneut als erfolgreich. Der Dank gilt auch den Einsatzkräften der Bundespolizei. Er wünschte den verletzten Polizeibeamten der Landes- und Bundespolizei eine schnelle Genesung.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

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