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Polizeieinsatz in Kiel

Mann richtet Schusswaffe auf Polizisten. Beamte überwältigen ihn ohne Verletzungen. Es handelte sich um eine Schreckschusswaffe.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

Am Dienstag gab es einen Vorfall im Stadtteil Südfriedhof, bei dem ein 18-Jähriger eine Pistole auf einen Polizisten richtete. Die Beamten konnten ihn überwältigen, ohne dass es zu ernsthaften Verletzungen kam. Es handelte sich um eine Schreckschusswaffe.

Der Vorfall im Papenkamp wurde durch einen 19-Jährigen ausgelöst, der Berichten zufolge gegen 10:20 Uhr Gegenstände aus einem Fenster eines Mehrfamilienhauses warf. Während des polizeilichen Einsatzes stieß der junge Mann einen der Polizeibeamten des 3. Reviers, woraufhin er zu Boden gebracht wurde. Ein 18-jähriger Bekannter des Mannes tauchte auf und richtete eine Pistole auf die Polizisten, um weitere Angriffe zu verhindern.

Vor einem möglichen Schuss setzten die Beamten Pfefferspray ein und konnten ihn überwältigen. Die sichergestellte Waffe war eine täuschend echte Schreckschusswaffe. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten auch ein verbotenes Einhandmesser.

Beide wurden danach auf eine Polizeistation gebracht. Während der 19-Jährige die Station nach Abschluss der Maßnahmen und Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verlassen durfte, wurde sein Bekannter vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen und nach einer richterlichen Anordnung um 16 Uhr entlassen. Ihn erwarten Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz.

Es sei darauf hingewiesen, dass das Ziehen einer Schusswaffe vor Polizistinnen oder Polizisten eine Notwehrsituation darstellt, die für den Angreifer schwerwiegende Verletzungen oder sogar den Tod zur Folge haben kann. Den Beamten vor Ort kann nicht zugemutet werden, abzuwarten, ob tatsächlich geschossen wird. Eine Unterscheidung zwischen einer scharfen Schusswaffe und einer Schreckschusswaffe ist erst im Nachhinein möglich. Daher wird dringend davor gewarnt, überhaupt eine Waffe mitzuführen. Jemanden mit einer Waffe zu bedrohen und unverletzt davonzukommen, erfordert mehr Glück als Verstand.

Matthias Arends

Quelle: Presseportal

nf24