Eine Frau wurde bei einer Gewalttat getötet, der Tatverdächtige schwer verletzt. Ermittlungen wegen Tötungsdelikt laufen, keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Polizeieinsatz in Ratzeburg

Lübeck (ost)
+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++
Am Mittwoch (09.09.2026) gab es in Ratzeburg einen Vorfall, bei dem eine Frau bei einer Gewalttat ums Leben kam. Der Verdächtige wurde schwer verletzt. Die Polizei hat den Bereich großräumig abgesperrt. Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion und die Staatsanwaltschaft Lübeck haben Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt eingeleitet. Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Ersten Informationen zufolge ereignete sich gegen 15:35 Uhr in einem Supermarkt in der Bahnhofsallee in Ratzeburg eine Gewalttat. Eine Frau wurde mutmaßlich von einem 44-jährigen Mann (deutsche Staatsbürgerschaft) mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt. Der Verdächtige wurde ebenfalls schwer verletzt.
Die Polizei hat den Bereich großräumig abgeriegelt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt aufgenommen. Die Hintergründe des Angriffs werden im Rahmen der Ermittlungen geklärt. Am Tatort sind Beamte der Mordkommission und Spezialisten der Spurensicherung aus der Bezirkskriminalinspektion Lübeck tätig.
Um die Ermittlungen zu unterstützen, wurde ein Hinweisportal eingerichtet. Dort können Informationen zum Vorfall sowie Bild- und Videodateien direkt an die Polizei übermittelt werden. Das Portal ist unter folgendem Link erreichbar: https://sh.hinweisportal.de/
Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder über entsprechende Aufnahmen verfügen, werden gebeten, das Hinweisportal zu nutzen und ihre Erkenntnisse mitzuteilen.
Dr. Jens Buscher – Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck
Anna Julia Meyer – Pressesprecherin der Polizeidirektion Lübeck
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 im Jahr 2022 auf 66 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 im Jahr 2022 auf 77 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 56 männlich und 6 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 67 männliche und 10 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 29 im Jahr 2022 und 28 im Jahr 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








