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Polizeikontrolle auf Rastplatz Gudow

Beamte stellen zahlreiche Verstöße fest. Verkehrskontrolle auf A24 entlarvt diverse Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Foto: Depositphotos

Ratzeburg (ost)

02.03.2026 | Bezirk Herzogtum Lauenburg | 27.02.2026 – A 24 / Gudow

Letzten Freitag fand auf der Autobahn 24 erneut eine Verkehrskontrolle statt, bei der die Polizeibeamten mehrere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten feststellten.

Am 27.02.2026 von ca. 10:00 bis 16:00 Uhr führten Polizeibeamte des Autobahn- und Bezirksreviers Ratzeburg in Zusammenarbeit mit dem Zoll auf dem Rastplatz Gudow in Richtung Berlin eine umfangreiche Verkehrskontrolle durch. Insgesamt wurden bei 31 kontrollierten Fahrzeugen Verstöße festgestellt.

Ein bestimmter Autofahrer fiel den Beamten besonders auf. Der 49-jährige polnische Fahrer eines Mercedes fuhr um 10:15 Uhr in die Kontrollstelle ein. Eine Überprüfung ergab, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Zudem war der Mercedes zur Pfändung im Rahmen einer Vermögensabschöpfung ausgeschrieben. Das Fahrzeug wurde sichergestellt, der Haftbefehl vollstreckt. Der Mann zahlte die geforderte Geldsumme und konnte so einer Gefängnisstrafe entgehen. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen.

Sechs Fahrer hatten keine gültige Fahrerlaubnis, darunter ein 44-jähriger Tscheche, ein 35-jähriger Rumäne, ein 54-jähriger Moldauer sowie ein 33-jähriger und ein 46-jähriger Deutscher. Allen wurde die Weiterfahrt untersagt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ein weiterer 38-jähriger Deutscher zeigte sich besonders dreist. Der Hamburger konnte keinen Führerschein vorlegen. Es stellte sich heraus, dass ihm die Fahrerlaubnis bereits entzogen worden war. Ein Beamter erkannte ihn als Wiederholungstäter, da er bereits am Vortag zweimal ohne Fahrerlaubnis gefahren war. Da das bloße Untersagen der Weiterfahrt nicht ausreichte, wurde sein Auto auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Er muss sich nun ebenfalls einem Ermittlungsverfahren stellen.

Der 44-jährige serbische Fahrer eines Kleinlasters (3,5 Tonnen) wurde gestoppt, da sein Fahrzeug nicht über eine gültige Haftpflichtversicherung verfügte. Auch ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.

Ein 51-jähriger Türke aus Berlin wurde mit einem Mercedes kontrolliert. Die Beamten bemerkten sofort, dass etwas mit der angeblich gültigen Hauptuntersuchung des Fahrzeugs nicht stimmte. Nach genauerer Überprüfung bestand der Verdacht auf Urkundenfälschung. Das Kennzeichen und die Zulassungsbescheinigung wurden sichergestellt. Zudem wurde ein verbotener Schlagstock in der Fahrertür gefunden und beschlagnahmt. Der Berliner wird wegen Urkundenfälschung und möglichen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Bei einer weiteren Kontrolle geriet der Beifahrer ins Visier der Beamten: Der 48-jährige Tadschike soll eine gefälschte polnische Identitätskarte vorgelegt haben. Es ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Fälschung. Zudem wurden der Tadschike und ein 27-jähriger Mitfahrer verdächtigt, sich illegal in Deutschland aufzuhalten. Beide wurden erkennungsdienstlich behandelt und es wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Neben den vielen Straftaten wurden auch verschiedene Ordnungswidrigkeiten festgestellt: Insgesamt sollen 18 Fahrer mit überladenen Fahrzeugen unterwegs gewesen sein, zehn davon wurden mit Bußgeldern belegt. Die Bußgelder betrugen je nach Schwere der Überschreitung zwischen 95 und 235 Euro. Den anderen drohen Verwarnungsgelder zwischen 30 und 35 Euro. Ein PKW mit Anhänger soll kein vorgeschriebenes Abrissseil gehabt haben, um den Anhänger im Notfall zu bremsen. Ein weiteres Fahrzeug hatte mangelhafte Reifen und ein anderes hatte folierte Fenster, was verboten ist.

Das Ergebnis der Kontrolle zeigt die Wichtigkeit der Verkehrsüberwachung für Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr. Weitere Kontrollen sind bereits geplant.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% der Gesamtzahl entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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