Silke Ziemann verabschiedet sich nach langjähriger Präventionsarbeit bei der Polizeidirektion Lübeck aus dem Dienstgeschäft in den Ruhestand.
Präventionsarbeit bei PD HL: Silke Ziemann verabschiedet sich

Lübeck (ost)
Im Gegensatz zur polizeilichen Kriminalstatistik kann das Ergebnis der Präventionsarbeit nicht genau durch Zahlen dargestellt werden, ist nicht exakt messbar. Trotzdem spielen Verkehrs- oder Kriminalprävention eine wichtige Rolle: Ohne polizeiliche Präventionsarbeit würden grundlegende Verhaltensweisen zur Vermeidung von Gefahren verloren gehen. Präventionsarbeit erfordert viel persönliche Überzeugung und Engagement. Man muss Präventionsarbeit leben. Und genau das hat Silke Ziemann mit großem Einsatz getan. Die Leiterin der Präventionsstelle der PD Lübeck verabschiedet sich nun aus dem Dienst und schaut in Richtung Ruhestand.
Silke Ziemann war eine der ersten Frauen, als sie 1987 ihren Dienst bei der Landespolizei Schleswig-Holstein antrat. Nach ihrer Ausbildung sammelte sie ab 1990 erste Erfahrungen beim Bezirksrevier Ratzeburg, danach lernte sie ab 1993 die städtische Polizeiarbeit am 1. Polizeirevier in Lübeck kennen. Seit 2001 arbeitete Silke Ziemann im Sachgebiet 13 der damaligen Polizeiinspektion Lübeck. Dort kam sie erstmals mit dem Thema Prävention in Berührung…und das ließ sie nicht mehr los.
2011 brachte sie ihre Erfahrungen zur Polizeistation St. Jürgen und zur Polizeistation Hüxtertor, wo sie mehrere Jahre als stellvertretende Stationsleiterin tätig war. Doch wer Präventionsarbeit lebt und auch in Zukunft etwas bewirken möchte, kehrt zur Wurzel der Tätigkeit zurück: So übernahm Silke Ziemann ab April 2019 die Leitung des Sachgebiets Prävention der Polizeidirektion Lübeck.
Dank ihrer guten Vernetzung mit den Schulen in Lübeck und Ostholstein sowie ihrer Mitgliedschaft in der Lübecker Verkehrswacht war ihr die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr und die Verkehrserziehung an Grundschulen ein besonderes Anliegen. Die Präventionsbeamtin organisierte gemeinsam mit der Verkehrswacht und dem Round-Table die Aktion Toter Winkel in Lübeck, beschaffte über Sponsoren Warnwesten für Kinder und Radfahrer in Lübeck und koordinierte zielgerichtete Präventionsarbeit in Lübeck und Ostholstein.
Gemeinsam mit den Beamten des Sachgebiets Prävention und den Sicherheitsberatern für Senioren kümmerte sie sich intensiv um den Schutz älterer Menschen vor Straftaten. Ob Aufsteller mit Notfallnummern für das Telefon, Terminzettel mit Präventionshinweisen in Arztpraxen oder informierende Veranstaltungen für ältere Menschen und ihre Angehörigen vor Ort: Silke Ziemann lag die intensive Aufklärung zu Themen wie Falsche Polizeibeamte, Schockanrufe und Telefonbetrug am Herzen.
Aber auch mit der Einführung eigener polizeilicher Einbruchschutzberater, die Privatpersonen persönlich zu Einbruchschutz in ihren eigenen vier Wänden beraten, setzte die Polizeihauptkommissarin neue Akzente in der Präventionsarbeit.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2675 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3271 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 400 im Jahr 2022 auf 520 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 380 im Jahr 2022 auf 427 im Jahr 2023. Davon waren 335 männliche Verdächtige, 45 weibliche Verdächtige und 191 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 27061 Einbruchsfälle registriert, was die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.675 | 3.271 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 400 | 520 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 427 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 335 | 382 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 45 | 45 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 158 | 191 |
Quelle: Bundeskriminalamt








