Beamte vollstrecken Durchsuchungsbeschlüsse wegen illegalen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Zwei Personen in Untersuchungshaft, umfangreiche Ermittlungen gegen zwei Männer.
Quickborn/Henstedt-Ulzburg: Festnahme nach Durchsuchungen

Quickborn/Henstedt-Ulzburg (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Pressestellen der Staatsanwaltschaft Itzehoe und der Polizeidirektion Bad Segeberg
Am gestrigen Tag (08.10.2026) führten Beamte der Kriminalinspektion Pinneberg in Quickborn, Henstedt-Ulzburg und in Niedersachsen Durchsuchungen durch, die auf Beschlüssen des Amtsgerichts Itzehoe beruhten. Zuvor waren intensive Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegalen Drogenhandel durchgeführt worden. Zwei Personen wurden zur weiteren Bearbeitung in Polizeidienststellen gebracht. Für eine von ihnen wurde die Untersuchungshaft angeordnet.
Seit April 2026 führt die Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kriminalinspektion Pinneberg umfangreiche Untersuchungen gegen zwei Männer im Alter von 40 und 65 Jahren aus Quickborn (beide deutsche Staatsbürger) durch. Sie werden verdächtigt, mit illegalen Drogen und Cannabis in nicht geringen Mengen Handel zu treiben. Im Rahmen der intensiven Ermittlungen konnten insgesamt acht Durchsuchungsbeschlüsse über das Amtsgericht Itzehoe auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe erwirkt und gestern Nachmittag vollstreckt werden. Es handelt sich um fünf Objekte in Quickborn, zwei in Henstedt-Ulzburg und ein Objekt im Landkreis Uelzen (Niedersachsen).
Bei den Durchsuchungen, die mit einem großen Aufgebot an Polizeibeamten durchgeführt wurden, konnten verschiedene Mobiltelefone, Bargeld im fünfstelligen Bereich, eine geringe Menge Kokain und mehrere Kilogramm Cannabis sowie eine Vielzahl von verschreibungspflichtigen Medikamenten gefunden und sichergestellt werden. In einem der Objekte stellten die Beamten eine illegal betriebene Spielhalle fest. Insgesamt wurden fünf Glücksspielautomaten beschlagnahmt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe wurde der Hauptbeschuldigte im Alter von 40 Jahren heute einem Haftrichter am Amtsgericht Itzehoe vorgeführt. Der Richter erließ einen Haftbefehl gegen den Mann. Er wird nun inhaftiert. Sowohl er als auch der 65-Jährige werden sich im weiteren Verlauf des Verfahrens verantworten müssen.
Peter Müller-Rakow, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Itzehoe Maik Seidel, Pressesprecher Polizeidirektion Bad Segeberg
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.645, wobei 7.470 männliche Verdächtige und 1.175 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 1.664 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle registriert, wovon 9.644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8.326, mit 7.225 männlichen und 1.101 weiblichen Verdächtigen sowie 1.795 nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








