Am Abend des 06.07.2026 kam es in der Feldstraße zu einer räuberischen Erpressung. Die Kriminalpolizei sucht Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls.
Räuberische Erpressung in Kiel

Kiel (ost)
Am Abend des 06.07.2026 ereignete sich in der Feldstraße ein Fall von räuberischer Erpressung. Drei männliche Täter drangen gewaltsam in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ein und forderten unter Drohung von Gewalt die Herausgabe von Geld. Die Kriminalpolizei bittet Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls um Hinweise.
Etwa um 21:30 Uhr sollen drei Männer an der Wohnungstür des Opfers in der Feldstraße zwischen Esmarchstraße und Yorckstraße geklingelt haben. Der 36-jährige Mieter öffnete die Tür in dem Glauben, es sei ein Nachbar. Als er bemerkte, dass er sich irrte, gelang es ihm aufgrund heftiger Gegenwehr nicht, die Tür wieder zu schließen.
Anschließend betraten die drei Verdächtigen die Wohnung, griffen den Geschädigten körperlich an und drohten ihm. Zudem forderten sie die Herausgabe eines Geldbetrags im dreistelligen Bereich. Da der Geschädigte das Geld nicht aushändigte, durchsuchten die Täter die Wohnung und nahmen einen Smart TV der Marke „Samsung“ sowie einen hellgrauen Rucksack mit Rolltop mit.
Augenzeugen beschreiben einen der Täter als ca. 160 cm groß, unter 30 Jahre alt und mit schwarzem Bart. Er trug ein T-Shirt, eine kleine Umhängetasche und weiße Schuhe von „Puma“. Ein weiterer Täter war etwa 30 Jahre alt, etwa 185 cm groß, kräftig und mit kurzen dunklen Haaren. Auch er trug ein T-Shirt. Der dritte Täter wurde als muskulös, um die 40 Jahre alt und 180 cm groß beschrieben. Er hatte kurze Haare an den Seiten und oben etwas längere Haare.
Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen zu dem Fall der räuberischen Erpressung aufgenommen und bittet nun Zeuginnen und Zeugen um Hinweise. Personen, die Informationen zu dem Vorfall oder den Tätern haben, werden gebeten, sich telefonisch unter 0431-1603333 zu melden.
Ricarda Blucha, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Hanna Borgwardt, Staatsanwaltschaft Kiel
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 auf 956. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 793 auf 1013 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 101 auf 88 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 auf 427. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt








