Bei einer zweitägigen Verkehrskontrollaktion wurden zahlreiche technisch manipulierte E-Scooter festgestellt. Jugendliche ohne Fahrerlaubnis waren ebenfalls betroffen.
Ratzeburg: E-Scooter Kontrollaktion im Kreis Herzogtum Lauenburg

Ratzeburg (ost)
08.10.2026 | Bezirk Herzogtum Lauenburg | 05./06.10.2026
Verkehrskontrollen fanden am 05. und 06.10.2026 im Bereich mehrerer Schulen im Bezirk Herzogtum Lauenburg mit einem speziellen Fokus auf E-Scooter statt. Währenddessen stellten die Einsatzkräfte verschiedene Verstöße fest.
Unter der Leitung des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Ratzeburg waren am vergangenen Montag und Dienstag zahlreiche Polizeibeamte mit Beteiligung der Landespolizei Hamburg bei der länderübergreifenden Aktion im Einsatz. Kontrollen wurden unter anderem an der Gemeinschaftsschule Ratzeburg, am Marion-Dönhoff-Gymnasium und der Gemeinschaftsschule Mölln am Schulberg sowie am Gymnasium und an der Gemeinschaftsschule Schwarzenbek durchgeführt.
Dieses Mal fielen besonders die vielen technisch manipulierten Fahrzeuge auf. Durch Änderungen an der Software sollen mehrere Fahrzeuge deutlich schneller als erlaubt gewesen sein. Zwei E-Scooter erreichten sogar Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h, während andere Fahrzeuge auf Geschwindigkeiten zwischen 30 und 45 km/h, anstelle der erlaubten 20 km/h, modifiziert wurden. Insgesamt wurden in 12 Fällen Jugendliche mit technisch veränderten E-Scootern gestoppt, die angeblich nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis waren. Durch die Veränderungen an der Fahrzeugart erlosch jeweils die Betriebserlaubnis. Die Feststellungen zeigen, dass das Thema Tuning bei E-Scootern insbesondere bei Jugendlichen relevant ist.
Neben den offensichtlich manipulierten E-Scootern stellten die Einsatzkräfte auch vier sogenannte Kinderscooter fest, die angeblich ohne erforderliche Betriebserlaubnis und ohne Versicherungsschutz im öffentlichen Verkehrsraum genutzt wurden. In einem anderen Fall wurde ein E-Scooter-Fahrer entdeckt, der sein Fahrzeug angeblich ohne Betriebserlaubnis und ohne Versicherungsschutz fuhr. Zusätzlich stand der Mann unter dem Verdacht, nach vorherigem Cannabiskonsum unter dem Einfluss von THC zu stehen. Des Weiteren wurden E-Scooter mit falschen und abgelaufenen Versicherungskennzeichen festgestellt. Auch ein Fahrrad mit Gasgriff, das ohne den für eine Zulassungsfreiheit erforderlichen Pedalbetrieb motorisiert betrieben werden konnte, wurde aus dem Verkehr gezogen. Weitere Verstöße betrafen unter anderem das Fahren zu zweit auf einem E-Scooter, die Benutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt sowie das Fahren ohne angebrachtes Versicherungskennzeichen.
Insgesamt wurden 18 Fahrzeuge von den Einsatzkräften sichergestellt. Ein Großteil davon waren möglicherweise technisch veränderte E-Scooter, deren tatsächliche Geschwindigkeiten nun im Rahmen der Ermittlungen mittels Rollenprüfstand gemessen werden.
Die Bilanz zeigt: Die Wahl des Schwerpunkts der Kontrollen war richtig und die Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg hat sich erneut bewährt. Das PABR Ratzeburg wird auch zukünftig insbesondere im Umfeld von Schulen besonderes Augenmerk auf E-Scooter und deren technische Veränderungen legen. Weitere Kontrollen sind bereits in Planung.
Quelle: Presseportal








