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Raub in KielBerlin

Durchsuchungsmaßnahmen in Berlin nach schwerem Raub auf 27-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen.

Foto: Depositphotos

Kiel / Berlin (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kiel und des Polizeipräsidiums Kiel

Am Ende des Monats Mai dieses Jahres wurde in Kiel ein schwerer Raub an einem 27-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen verübt. Unter Vorhalt einer Schusswaffe raubte eine Gruppe von Tätern dem Mann Bargeld in fünfstelliger Höhe, ein Mobiltelefon, eine Bauchtasche und seinen Mietwagen.

Umfangreiche Untersuchungen des Kommissariats 13 der Bezirkskriminalinspektion Kiel in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kiel wegen des Verdachts des schweren gemeinschaftlichen Raubes führten zu einer Gruppe von Tätern in Berlin. Heute fanden gerichtlich angeordnete Durchsuchungen in den Wohnungen der mittlerweile identifizierten sechs Tatverdächtigen statt.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen fuhr das Opfer am Abend des 25. Mai mit einem Mietwagen nach Kiel, um dort eine Frau zu treffen, die es zuvor im Internet kennengelernt hatte. Der Zweck des Treffens war sexueller Natur. Es wurde vereinbart, dass das Opfer Bargeld in fünfstelliger Höhe mitbringen sollte. Während des Wartens am vereinbarten Treffpunkt tauchte anstelle der erwarteten Internetbekanntschaft eine männliche Person auf und bedrohte das Opfer mit einer Schusswaffe. Gleichzeitig näherten sich vier weitere Männer, die dem Opfer seine Bauchtasche raubten, in der sich unter anderem Bargeld, sein Handy und die Autoschlüssel befanden. Die Männer zwangen das Opfer, auf den Rücksitz seines Mietfahrzeugs zu steigen. Gemeinsam fuhren die Männer mit dem 27-Jährigen zu einem abgelegenen Feldweg am Stadtrand von Kiel. Die Tätergruppe zwang das Opfer auszusteigen, schlugen und traten auf ihn ein. Unter Abgabe eines Schusses zwangen die Tatverdächtigen das Opfer zu erniedrigenden Handlungen und filmten dies. Anschließend forderten sie vom Opfer die Zahlung eines sechsstelligen Betrags innerhalb von 48 Stunden. Dann floh die Tätergruppe mit der Beute und dem Mietfahrzeug des Opfers. Das Mietfahrzeug wurde wenige Tage nach der Tat auf einem Parkplatz in Kirchbarkau gefunden.

Im Rahmen der heutigen Vollstreckung von sieben Durchsuchungsbeschlüssen durchsuchten Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg und der Bundespolizei Wohnungen in Berlin, um relevante Beweismittel sicherzustellen.

Drei der fünf verdächtigen Männer im Alter von 19-24 Jahren und eine 26-jährige Frau wurden vor Ort angetroffen. Neben Mobiltelefonen konnten auch zwei Schusswaffen mit Munition und verschiedene Betäubungsmittel sichergestellt werden. Ob eine der sichergestellten Schusswaffen die Tatwaffe ist, muss noch ermittelt werden.

Die Polizeikräfte nahmen die drei männlichen Tatverdächtigen vorläufig fest und entließen die 26-jährige Frau nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen. Die Ermittlungen dauern an. Wir werden unaufgefordert berichten.

Der verantwortliche Polizeiführer Kriminalhauptkommissar Jens Wiedemann und die Einsatzleiterin Kriminalkommissarin Katharina Philipsen zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf des Einsatzes. Sie dankten den eingesetzten Beamten aus Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und der Bundespolizei für ihre professionelle, reibungslose und zügige Arbeit.

Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel

Dr. Henning Hadeler / Staatsanwaltschaft Kiel

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 1194 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 654 auf 749 an. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 827 auf 894. Davon waren 770 männlich, 57 weiblich und 253 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 insgesamt 11270 Raubüberfälle registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 963 1.194
Anzahl der aufgeklärten Fälle 654 749
Anzahl der Verdächtigen 827 894
Anzahl der männlichen Verdächtigen 770 793
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 57 101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 253 310

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 10.944 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 10.509 im Jahr 2021 auf 9.931 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 9.190 auf 8.645 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7.938 auf 7.470 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1.252 auf 1.175 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.576 im Jahr 2021 auf 1.664 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 11.693 10.944
Anzahl der aufgeklärten Fälle 10.509 9.931
Anzahl der Verdächtigen 9.190 8.645
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.938 7.470
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.252 1.175
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.576 1.664

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 3035 Fälle registriert, wobei 940 Fälle gelöst wurden. Es gab 787 Verdächtige, darunter 544 Männer, 243 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle gemeldet, wobei nur 815 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 693, wobei 475 Männer, 218 Frauen und 137 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.035 2.966
Anzahl der aufgeklärten Fälle 940 815
Anzahl der Verdächtigen 787 693
Anzahl der männlichen Verdächtigen 544 475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 243 218
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 127 137

Quelle: Bundeskriminalamt

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