Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Reinfeld: Verfolgungsfahrt endet in Untersuchungshaft

Ein Autofahrer lieferte sich eine Verfolgungsfahrt von Reinfeld bis Lübeck, verletzte diverse Verkehrsvorschriften und wurde vorläufig festgenommen.

Foto: Depositphotos

Ratzeburg (ost)

Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Lübeck und Polizeidirektion Ratzeburg

04.08.2026 | Kreis Stormarn | 02.08.2026 – Reinfeld / Lübeck

Am Sonntagabend soll ein Autofahrer von Reinfeld aus eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei über die Autobahnen 1 und 20 bis zur B207 unternommen haben und dabei gegen verschiedene Vorschriften verstoßen haben. Die Beamten nahmen den Mann vorläufig fest. Er befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Die Polizei bittet um weitere Zeugenhinweise.

Am 02.08.2026 gegen 18:40 Uhr bemerkte eine Polizeistreife im Gewerbegebiet in Reinfeld einen Opel, der angeblich entgegen der Beschilderung von einer Tankstelle auf die Straße gefahren sein soll. Die Beamten entschieden sich für eine Verkehrskontrolle und gaben dem Fahrer entsprechende Anhaltezeichen, die er jedoch ignoriert haben soll. Der Fahrer beschleunigte und fuhr durch den Kreisverkehr und dann weiter auf die A1 in Richtung Norden/Lübeck. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Die Verfolgungsfahrt führte über die A1 bis zum Kreuz Lübeck und von dort aus weiter über die A20 in Richtung Rostock. An der Anschlussstelle Lübeck Süd verließ das Fahrzeug die A20 und fuhr auf die B207 in Richtung Lübeck.

Während der gesamten Fluchtstrecke soll der Opel-Fahrer fast durchgehend mit hoher, teilweise überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein und gegen verschiedene Verkehrsregeln verstoßen haben. Er soll unter anderem mehrere Fahrzeuge rechts überholt, rote Ampeln überfahren und sich allgemein grob verkehrswidrig und rücksichtslos verhalten haben. Auf der A20 soll er angeblich bei einem riskanten Manöver mit einem anderen Auto kollidiert und dann einfach weitergefahren sein.

Während der Fahrt soll der Fahrer zunächst einen Beutel mit verdächtigem Inhalt und später einen Stapel Geldscheine aus dem Autofenster geworfen haben. Weitere hinzugezogene Polizeikräfte fanden beides im weiteren Verlauf des Einsatzes und beschlagnahmten die Gegenstände. Die Beamten stellten auch fest, dass die am Opel angebrachten Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben waren. Sie gehörten angeblich zu einem anderen Fahrzeug und sollen gestohlen worden sein.

In der Nähe des Flughafens richteten Unterstützungskräfte der Polizei Lübeck eine Straßensperre auf der B207 ein. Der flüchtige Autofahrer soll mit hoher Geschwindigkeit auf das quer zur Fahrbahn stehende Polizeiauto zugefahren sein, das noch von zwei Beamten besetzt war, und erst im letzten Moment auf den Fuß- und Radweg ausgewichen sein. Kurz darauf verlor er die Kontrolle über das Auto und verunfallte im Bereich der Ausfahrt zum Flughafen. Die Einsatzkräfte nahmen den Fahrer schließlich vorläufig fest. Es handelte sich um einen 18-jährigen Deutschen aus dem Kreis Stormarn. Darüber hinaus erhielten die Beamten vor Ort Hinweise auf möglichen Drogenkonsum vor Fahrtantritt, woraufhin sie die Entnahme einer Blutprobe anordneten. Außerdem soll der Jugendliche keine gültige Fahrerlaubnis besessen haben und der Opel nicht über eine gültige Haftpflichtversicherung verfügt haben.

Aufgrund der Ereignisse wurde gegen den Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Cannabis, des illegalen Autorennens, der Gefährdung des Straßenverkehrs, des unerlaubten Verlassens des Unfallorts und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Am 03.08.2026 wurde er einem Haftrichter vorgeführt. Der 18-Jährige befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.

Bei dem Einsatz wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt.

Die Ermittlungen dauern an. Zeugen und andere Verkehrsteilnehmer, die möglicherweise durch das Fahrverhalten des Tatverdächtigen gefährdet wurden, werden gesucht. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bad Oldesloe telefonisch unter 04531/5010 oder per E-Mail unter badoldesloe.ki@polizei.landsh.de entgegen.

Dr. Jens Buscher, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck Sophie-Marie Jakobi, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg

Hinweis: Anfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die Pressestelle der Polizeidirektion Ratzeburg.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8.645 Verdächtige, darunter 7.470 Männer und 1.175 Frauen. Von den Verdächtigen waren 1.664 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle gemeldet, von denen 9.644 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8.326 Verdächtige, darunter 7.225 Männer und 1.101 Frauen. Von den Verdächtigen waren 1.795 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an gemeldeten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% ausmacht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24