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Rellingen: Verkehrskontrollen in Halstenbek

Zwei Fahrzeugführer entziehen sich Verkehrskontrollen – Polizei stellt die Flüchtigen, die jeweils nicht fahrtüchtig waren.

Foto: Depositphotos

Halstenbek (ost)

In der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag (26./27.10.2024) ereigneten sich in Halstenbek jeweils Verkehrsdelikte, bei denen die Fahrer versuchten, Verkehrskontrollen zu umgehen. In beiden Fällen waren die Beschuldigten unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen.

Um etwa 00:15 Uhr versuchte eine Streife des Brennpunktdienstes Rellingen, eine Verkehrskontrolle an einem Mercedes E-Klasse auf der BAB 23 in Richtung Hamburg durchzuführen. Anstatt dem Streifenwagen an der Anschlussstelle Pinneberg-Mitte zu folgen, beschleunigte das Fahrzeug und fuhr zeitweise mit über 200 km/h auf der Autobahn – auch in einem Bereich mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h.

An der Ausfahrt Halstenbek/Krupunder verließ das Fahrzeug die Autobahn und bog schließlich in eine Sackgasse im Bereich Seemoorweg/Gewerbering ein, wo es von den Einsatzkräften gestoppt wurde.

Der Fahrer, ein 35-jähriger Mann aus einer südlich von Hamburg gelegenen Gemeinde, wies nach einem vorläufigen Atemalkoholtest einen Wert von über 1 Promille auf. Zudem reagierte ein vorläufiger Drogenschnelltest positiv auf THC.

Der Mercedes war mit fünf weiteren Insassen besetzt, darunter die beiden jüngsten Passagiere im Alter von knapp 3 Monaten und 11 Jahren.

In der folgenden Nacht versuchte gegen 02:30 Uhr ein Mini Cooper in der Seestraße in Halstenbek einer Verkehrskontrolle durch die Polizei Pinneberg zu entkommen. Das Fahrzeug beschleunigte unmittelbar nach dem Wenden des Streifenwagens und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. In der Seestraße/Weidenstraße wurde der Mini gegen eine Verkehrsinsel gelenkt und verunfallte in der Nähe einer Hecke.

Der 17-jährige Fahrer aus Hamburg versuchte zunächst zu Fuß zu fliehen, wurde jedoch wenige Meter weiter von den Einsatzkräften gestellt. Er gab zu, vorher Cannabis konsumiert zu haben, und besaß keine Fahrerlaubnis.

Der Fahrer und sein 18-jähriger Beifahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt, mussten jedoch nicht weiter im Krankenhaus behandelt werden. Am beschädigten Fahrzeug entstand ein vorläufig geschätzter Sachschaden von 5.000 Euro.

In beiden Fällen wurden Blutproben bei den Fahrern entnommen und die Weiterfahrt wurde untersagt. Strafverfahren wegen möglicher Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis wurden eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein sind zwischen 2021 und 2022 leicht gesunken. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, von denen 10.509 gelöst wurden. Es gab insgesamt 9.190 Verdächtige, darunter 7.938 Männer, 1.252 Frauen und 1.576 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, von denen 9.931 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8.645 Verdächtige, darunter 7.470 Männer, 1.175 Frauen und 1.664 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Drogenfälle in Deutschland registriert, nämlich 70.510.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 11.693 10.944
Anzahl der aufgeklärten Fälle 10.509 9.931
Anzahl der Verdächtigen 9.190 8.645
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.938 7.470
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.252 1.175
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.576 1.664

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtunfälle aus, was 1.753 Unfällen entspricht. 382 Unfälle, also 0,46%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 83,33%, was 68.911 Unfällen entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 82.697
Unfälle mit Personenschaden 11.651
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.753
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 382
Übrige Sachschadensunfälle 68.911
Ortslage – innerorts 55.688
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 23.501
Ortslage – auf Autobahnen 3.508
Getötete 102
Schwerverletzte 1.947
Leichtverletzte 12.627

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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