Die Polizei Rendsburg nahm einen mutmaßlichen Betrüger nach einem “Enkeltrick” fest. Der Festgenommene befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.
Rendsburg: Festnahme und Inhaftierung eines Betrügers

Rendsburg (ost)
Die Polizei Rendsburg konnte am Mittwoch (27.05.2026) einen Verdächtigen nach einem “Enkeltrick” vorübergehend festnehmen, nachdem ein aufmerksamer Nachbar des Opfers die Geldübergabe beobachtet und die Polizei informiert hatte. Der Festgenommene befindet sich derzeit in Haft.
Ein 84-jähriger Mann erhielt laut den aktuellen Ermittlungen der Kriminalpolizei Rendsburg gegen Mittag einen Anruf, bei dem zunächst eine weinende Frau am Telefon war. Eine angebliche Kommissarin aus Kiel erklärte dann, dass die weinende Frau die Schwiegertochter des Opfers sei, die angeblich einen schweren Unfall verursacht habe und nun eine Kaution zahlen müsse, um ins Gefängnis zu kommen.
Die angebliche Kommissarin vereinbarte mit dem Opfer die Übergabe der Kaution vor dem Haus. Tatsächlich erschien kurz vor 13:00 Uhr ein Kurier am vereinbarten Ort und nahm eine niedrige fünfstellige Bargeldsumme sowie einige Goldmünzen entgegen.
Ein 48-jähriger Nachbar wurde auf die Situation aufmerksam und informierte sofort die Polizei über den Notruf 110. Eine Streifenwagenbesatzung konnte den schwarzen Kleinwagen stoppen und den 29-jährigen Fahrer, einen ukrainischen Staatsbürger, festnehmen.
Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs wurden Beweismittel gefunden und sichergestellt. Der Verdächtige wurde in Gewahrsam genommen.
Nach einem Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurde der Verdächtige am Donnerstag dem Amtsgericht Kiel vorgeführt. Ein Untersuchungshaftbefehl wurde erlassen und der Beschuldigte inhaftiert.
Die Kriminalpolizei Rendsburg führt die weiteren Ermittlungen zu dem Betrugsfall.
Die Polizei warnt ausdrücklich vor betrügerischen Anrufen und bittet insbesondere ältere Menschen, bei verdächtigen Anrufen wachsam zu sein und die Polizei zu informieren.
Unbekannte Anrufer versuchen oft, durch detaillierte Informationen Vertrauen zu gewinnen und Geld zu ergaunern. Die Anrufe können mehrere Stunden dauern und die Opfer stark verunsichern.
Es ist ratsam, ältere Familienmitglieder über diese Betrugsmaschen aufzuklären und bei Unsicherheit die Polizei zu kontaktieren. Sicherheitstipps für Senioren sind auf der Website der Landespolizei Schleswig-Holstein und der Polizeilichen Kriminalprävention verfügbar.
Bei Fragen oder Unsicherheiten können Bürger die örtliche Polizei oder die Präventionsabteilung der Polizeidirektion Neumünster kontaktieren.
Weitere Sicherheitstipps sind auf den genannten Websites verfügbar.
Quelle: Presseportal








