Die Autobahn Richtung Norden war stundenlang gesperrt, nachdem ein Sattelzug auf ein Stauende auffuhr und mehrere Fahrzeuge verwickelt waren.
Scharbeutz: Schwerer LKW-Auffahrunfall auf der BAB1

Lübeck (ost)
Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A1 in der Nähe der Ausfahrt Scharbeutz musste die Autobahn ab Dienstagmittag (11.08.2026) bis in den Abend in Fahrtrichtung Norden gesperrt werden. Laut den vorliegenden Informationen näherte sich der Fahrer eines Sattelzuges dem dortigen Stauende, kollidierte mit einem bereits stehenden LKW-Gespann, das auf ein Auto und eine weitere Sattelzugmaschine geschoben wurde. Der Fahrer des verursachenden LKW-Gespanns erlitt schwere Verletzungen, und die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden.
Um 12:55 Uhr fuhr der 51-jährige Fahrer eines Sattelzuges auf der zweispurigen Autobahn A1 in Richtung Fehmarn. Zu diesem Zeitpunkt kam es im Bereich der Ausfahrt Scharbeutz zu einem Stau. Aus bisher unbekannten Gründen fuhr der LKW aus Bulgarien auf das Stauende auf und prallte gegen einen bereits stehenden LKW. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das getroffene Gespann aus Lettland gegen einen davor stehenden Ford Transit geschoben, der wiederum gegen einen auf der linken Fahrspur stehenden LKW aus Litauen gedrückt wurde.
Der 51-jährige Fahrer (Staatsangehörigkeit: Mazedonisch) des verursachenden LKW-Gespanns musste aus der stark beschädigten Fahrerkabine von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Insassen der anderen beteiligten Fahrzeuge erlitten einen Schock und teilweise leichte Verletzungen.
Die Aufräum- und Bergungsarbeiten gestalteten sich als umfangreich. Der LKW aus Bulgarien war mit fast 27.000 Glasflaschen beladen, die aufwendig umgeladen werden mussten. Der LKW aus Lettland transportierte Tiefkühlwaren. Ein beauftragter Havariekommissar wurde zum Unfallort gerufen. Zudem traten vor Ort verschiedene Betriebsstoffe aus, darunter auch Diesel aufgrund des beschädigten Tanks des verursachenden Gespanns. Eine Spezialfirma kümmerte sich um die Reinigung der Fahrbahn, zusätzlich musste Erde ausgetauscht werden.
Um 23:00 Uhr war die Autobahn A1 in Richtung Norden wieder vollständig befahrbar.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








