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Schenefeld: Historisches Reetdachhaus brennt nieder

Großfeuer in Schenefeld: 10 Verletzte, Löscharbeiten dauern an.

Foto: Unsplash

Pinneberg (ost)

Datum: Montag, 31. August, 2.39 Uhr +++ Einsatzort: Schenefeld, Nedderstraße +++ Einsatz: FEU 2 R10 (Brand, zwei Löschzüge, bis 10 Verletzte an der Einsatzstelle)

In Schenefeld mussten in der Nacht zum Montag (31. August) über 60 Einsatzkräfte von zwei Feuerwehren ein Großfeuer an einem historischen Reetdachhaus bekämpfen. Während des Einsatzes wurden 7 Personen aus dem Gebäude gerettet und insgesamt 10 Personen verletzt. Neben zwei Drehleitern wurde auch ein Bagger eingesetzt.

Um 2.39 Uhr wurde der Leitstelle ein Brand am Dach eines Reetdachhauses in Schenefeld gemeldet. Daraufhin wurde mit FEU G (Brand, größer Standard) Alarm für die Feuerwehr Schenefeld ausgelöst. Eine Person hatte sich bereits selbst gerettet. Ein Feuerwehrmann, der in der Nähe wohnt, eilte zum Gebäude, um weitere Personen zu retten. Nicht alle Anwohner hatten das Feuer bemerkt, daher mussten sie geweckt werden. Dank des mutigen Eingreifens konnten alle 8 Personen vor dem Eintreffen der restlichen Einsatzkräfte gerettet werden.

Aufgrund von Atemwegsreizungen wurden weitere Rettungskräfte mit dem Alarm FEU G Y (Brand, größer Standard, Menschenleben in Gefahr) hinzugezogen. Auch der Feuerwehrmann, der die Anwohner gerettet hatte, wurde medizinisch untersucht, konnte aber an der Einsatzstelle bleiben.

Das Feuer breitete sich schnell an dem L-förmigen Gebäude aus und erfasste bald das gesamte Reetdach. Die Feuerwehr Schenefeld bereitete einen Löschangriff von allen Seiten vor. Um genügend Einsatzkräfte und Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben, wurde um 3.05 Uhr die Feuerwehr Halstenbek alarmiert. Die Leitstelle änderte den Alarm auf FEU 2 R10 (Brand, zwei Löschzüge, 6-10 Verletzte an der Einsatzstelle).

Gemeinsam kämpften die Feuerwehren mit zwei Drehleitern und bis zu 5 C-Strahlrohren von allen Seiten gegen das Feuer. Ein Übergreifen auf nahe gelegene Wohngebäude konnte verhindert werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine MOWAS-Warnung (Modulares Warnsystem) für den Bereich Schenefeld ausgelöst.

Um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen, wurde ein Greifarmbagger angefordert. Dieser wird in Kürze das Dach abtragen. Gleichzeitig wurde das DRK Rellingen alarmiert, um die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen zu versorgen. Um 4.47 Uhr konnte die Einsatzleitung “Feuer unter Kontrolle” melden. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an. Wir werden weiterhin berichten.

Bislang haben sich 10 Personen dem Rettungsdienst gestellt. Glücklicherweise wurde niemand schwer verletzt und niemand musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen bereits während der Löscharbeiten aufgenommen. Zur Ursache und Höhe des Schadens kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung gingen in der Nacht zahlreiche Notrufe aus den umliegenden Gemeinden ein. Daher wurde die MOWAS-Warnung (Modulares Warnsystem) mehrmals erweitert.

Quelle: Presseportal

nf24