Ein 89-jähriger Mann wurde von zwei Räubern angegriffen, schlug einen mit seinem Gehstock und konnte sie vertreiben.
Schleswig: 89-jähriger Rentner schlägt Räuber in die Flucht

Schleswig (ost)
Am Montagabend (31.08.26), gegen 22.30 Uhr, befand sich ein 89-jähriger Schleswiger auf einem Gehweg in der Straße Zum Öhr, als er von zwei unbekannten Männern angesprochen wurde. Da er nicht verstand, was sie von ihm wollten, setzte er seinen Weg fort und wurde dann von einem gefragt, was er in seiner Tasche habe. Als der Senior antwortete, dass das niemanden etwas angehe, wurde er mit einem Gegenstand an die rechte Schläfe geschlagen. Der 89-Jährige schwankte kurz zurück und konnte sich dann mit seinem Stock abstützen. Er fand schnell sein Gleichgewicht wieder und schlug unverzüglich in Richtung der beiden Männer mit seinem Stock zu, wobei er einen von ihnen im Gesicht traf. Dieser fiel daraufhin zu Boden und hielt sich dabei an der Nase fest. Die Täter hatten offensichtlich nicht mit einem solchen Widerstand gerechnet. Einer half dem anderen wieder auf die Beine und beide ergriffen dann die Flucht.
Leider wurde dieser Vorfall erst am folgenden Morgen gemeldet. Zur Beschreibung der Personen kann lediglich gesagt werden, dass es sich um zwei Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren gehandelt haben könnte. Beide waren ungefähr 170 cm groß. Der Mann, der nach dem Inhalt der Tasche fragte, sprach gebrochenes Deutsch.
Der Rentner erlitt eine leichte Kopfverletzung. Es wurde ein Strafverfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung und versuchten schweren Raubes eingeleitet. Die Kriminalpolizei in Schleswig hofft auf Zeugen des Vorfalls oder Hinweisgeber zu den unbekannten Tätern. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04621-840 oder per E-Mail sg2.schleswig.kpst@polizei.landsh.de zu melden. Vielen Dank!
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 auf 956. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 793 auf 1013 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 101 auf 88 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 auf 427. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt








