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Schreckmoment auf Kieler Woche

Große Hilfsbereitschaft nach Verschwinden eines Kindes. Einsatzkräfte und Besucher halfen bei der Suche, bis das Mädchen wohlbehalten gefunden wurde.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Gerade in diesen Augenblicken wird deutlich, was die Kieler Woche neben Musik, Segeln und guter Laune besonders auszeichnet: Zusammenhalt!

Am Abend des Donnerstags riss sich ein fünfjähriges Mädchen mitten im Gedränge der Dänischen Straße plötzlich von der Hand seiner Mutter los. Innerhalb weniger Augenblicke verschwand das Kind in der Menschenmenge – für die Mutter begann ein Alptraum.

Unverzüglich informierte man die Einsatzkräfte des 2. Polizeireviers Kiel. Die Beschreibung des Kindes wurde sofort an die Leitstelle und alle beteiligten Einsatzkräfte weitergeleitet. Doch was danach geschah, war alles andere als selbstverständlich.

Noch bevor die Einsatzkräfte größere Suchaktionen starten konnten, meldeten sich zahlreiche Besucher der Kieler Woche von sich aus bei den Polizeikräften. Eltern, Jugendliche und Passanten berichteten unabhängig voneinander, in welche Richtung das Mädchen gelaufen war. Jeder einzelne Hinweis trug dazu bei, das Suchgebiet immer weiter einzugrenzen.

Dank dieser außergewöhnlichen Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft konnte das Kind schließlich durch Einsatzkräfte der Einsatzhundertschaft aus Eutin, die sich im Bereich der Holstenstraße aufhielten, wohlbehalten aufgefunden werden. Kurz darauf konnte die überglückliche Mutter ihr Mädchen wieder in die Arme schließen.

Die Polizeidirektion Kiel bedankt sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die nicht wegschauten, sondern handelten. Gerade bei Veranstaltungen mit vielen tausend Menschen kann jede Beobachtung entscheidend sein. Das schnelle und besonnene Handeln vieler aufmerksamer Besucher hat maßgeblich dazu beigetragen, dass aus wenigen bangen Minuten kein langes Verschwinden wurde.

Gerade auf Veranstaltungen wie der Kieler Woche können Kinder im Gedränge innerhalb weniger Augenblicke aus dem Blick geraten. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über mögliche Treffpunkte und bitten Sie sie, sich im Notfall sofort an Polizeikräfte oder Rettungsdienste zu wenden. Auch kann es helfen, die Handynummer auf den Arm des Kindes zu schreiben oder ein entsprechendes Armband mit hinterlegten Daten anzulegen.

Manchmal ist nicht nur die Polizei erforderlich – sondern eine aufmerksame Gemeinschaft. Und genau das hat die Kieler Woche an diesem Abend eindrucksvoll demonstriert.

Stephanie Lage / Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

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