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Schulbeginn: Polizei gibt Verkehrstipps

Achten Sie auf die Sicherheit der Schulanfänger im Straßenverkehr. Folgen Sie den Hinweisen für einen sicheren Schulweg und unterstützen Sie die Kinder dabei, sich selbstständig im Verkehr zu bewegen.

Foto: Depositphotos

Ratzeburg (ost)

11.08.2026 | Polizeidirektion Ratzeburg

Der Montagmorgen markiert das Ende der Sommerferien und den Beginn des Schuljahres für die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein. Darunter sind auch viele Erstklässler.

Seien Sie bitte nachsichtig, denn jeder fängt klein an.

Ein Beispiel dafür, dass auch die „Großen“ noch viel lernen können, war eine kürzliche Kontrolle der Polizei in Bad Oldesloe. An der Ratzeburger Straße stellten sich am 07.08.2026 insgesamt vier Beamte zwischen 08:00 und 12:30 Uhr auf und entdeckten in kurzer Zeit 33 Verstöße. 18 Fahrer wurden dabei erwischt, wie sie während der Fahrt ihr Handy benutzten, 13 waren nicht angeschnallt. Ein Autofahrer und ein Fußgänger ignorierten jeweils eine rote Ampel.

Kinder beobachten das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr und lernen durch Beispiele. Deshalb sollten Erwachsene mit gutem Vorbild vorangehen. Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen oft nicht gut einschätzen, haben aufgrund ihrer Größe einen schlechteren Überblick über den Verkehr und werden manchmal sehr spät oder gar nicht von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Durch Ablenkungen auf dem Schulweg können Kinder zeitweise ihre Aufmerksamkeit für den Verkehr verlieren. Fahren Sie also immer vorsichtig – besonders in den kommenden Wochen – und nehmen Sie Rücksicht auf andere. Dazu gehört unter anderem, sich nicht ablenken zu lassen, die Geschwindigkeit den Tempolimits und den Sichtverhältnissen anzupassen, genügend Abstand zu halten, vorausschauend zu fahren und Ihr Auto regelmäßig auf Verkehrssicherheit zu überprüfen, bevor Sie losfahren. So erleichtern Sie den Erstklässlern den Start ins neue Schuljahr.

Tipps für Eltern:

Bringen Sie Ihr Kind bitte nur mit dem Auto zur Schule, wenn es unbedingt notwendig ist. Durch Eltern-Taxis entsteht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in Schulnähe, was das Unfallrisiko erhöhen kann. Außerdem kann dies die Entwicklung der Kinder zur eigenständigen Mobilität verzögern. Wenn es dennoch erforderlich ist, Ihr Kind mit dem Auto zu bringen, lassen Sie es an einer sicheren Stelle in der Nähe der Schule aussteigen. Nutzen Sie gegebenenfalls eine Hol- und Bringzone. Ihr Kind sollte immer auf der Gehwegseite aussteigen. Sichern Sie Ihr Kind im Auto mit den vorgeschriebenen Rückhalteeinrichtungen. Ein Kindersitz ist bis zum 12. Lebensjahr obligatorisch, wenn die Körpergröße unter 150 cm liegt, und muss dem Alter, der Größe und dem Gewicht des Kindes entsprechen. Auch auf kurzen Strecken immer anschnallen! Helle, gut sichtbare Kleidung kann lebensrettend sein. Machen Sie Ihr Kind sichtbar! Verwenden Sie dazu eine Warnweste, Reflektoren oder ähnliches. Gut sichtbare Kleidung erleichtert es anderen Verkehrsteilnehmern, die Kinder rechtzeitig zu erkennen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und halten Sie sich an die geltenden Verkehrsregeln!

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon entfallen 3.356 Unfälle auf Personenschäden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 292 Fällen oder 0,89% vertreten. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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