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Schwere Raubtaten in Kiel: Festnahme und Zeugenaufruf

In Kiel kam es zu zwei Raubtaten, bei denen die Polizei dringend Zeuginnen und Zeugen sucht. Passanten werden um Mithilfe gebeten.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Früh am Freitagmorgen ereignete sich sowohl im Exerzierplatz als auch im Stadtteil Mettenhof ein schwerer Raub. Ein 18-jähriger Tatverdächtiger wurde von den Einsatzkräften festgenommen. Das zuständige Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion bittet nun dringend um Zeugenhinweise zu den Vorfällen.

Um 6 Uhr meldete sich ein 23-jähriger Mann beim 3. Polizeirevier und gab an, kurz zuvor überfallen worden zu sein. Mehrere Streifenwagen fuhren sofort nach Mettenhof, wo er auf der Polizeistation wartete. Er erklärte, dass er mit zwei Männern von einer Bar in der Innenstadt mit einem Taxi nach Mettenhof gefahren sei. Dort stiegen sie an der Stockholmstraße aus. Einer der Männer ging weg, während zwei weitere dazu kamen.

Als sie an der Tankstelle waren, sprühte ihm der Mann, mit dem er zuvor im Taxi saß, eine Flüssigkeit in die Augen. Dann brachten sie ihn zu Boden und schlugen ihn mehrmals. Einer der Täter nahm sein Smartphone und Portemonnaie mit zwei Bankkarten. Unter Androhung weiterer Schläge forderte einer der Täter die PIN-Codes für die Bankkarten.

Ein zufällig vorbeikommender Passant mit Hund fragte, ob alles in Ordnung sei. Als ihm einer der Männer sagte, dass es nur ein Spaß sei, entfernte er sich. Kurz darauf gingen die drei Personen in eine unbekannte Richtung.

Die Einsatzkräfte in der Nähe des Tatorts nahmen eine Person vorläufig fest, auf die die Beschreibung passte. Der 18-jährige Tatverdächtige wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen. Nach Entscheidung eines Richters wurde er jedoch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen. Es liegen keine Informationen über die Mittäter des Tatverdächtigen vor.

Kurz vor halb 5 Uhr morgens wurde eine Frau von einer Streifenwagenbesatzung des 3. Polizeireviers im Knooper Weg aufgehalten. Die 50-jährige Frau gab an, dass sie kurz zuvor in der Damperhofstraße von einem unbekannten Mann mit Pfefferspray angegriffen wurde. Der Mann habe dann ihre Handtasche mit Geldbörse gestohlen und sei in Richtung Körnerstraße geflohen.

Die Frau wurde vor Ort von Rettungssanitätern versorgt. Eine sofortige Fahndung verlief ergebnislos. Sie beschrieb den Täter als männlich und schlank. Weitere Informationen über den Täter liegen derzeit nicht vor.

Das K13 ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdachts des schweren Raubes. Die Ermittler suchen nach Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können. Insbesondere bitten sie den Passanten mit dem Hund, der sich in Mettenhof nach dem Wohlbefinden des Opfers erkundigte, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter 0431/160 3333 oder auf jeder Polizeidienststelle entgegen.

Alina Kelbing

Kontakt:

Polizeidirektion Kiel

Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel

Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 1194 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 654 im Jahr 2021 auf 749 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 827 im Jahr 2021 auf 894 im Jahr 2022. Davon waren 770 männliche und 57 weibliche Verdächtige im Jahr 2021, während es im Jahr 2022 793 männliche und 101 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 253 im Jahr 2021 auf 310 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Raubüberfälle in Deutschland mit 11270 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 963 1.194
Anzahl der aufgeklärten Fälle 654 749
Anzahl der Verdächtigen 827 894
Anzahl der männlichen Verdächtigen 770 793
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 57 101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 253 310

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24