Kriminalpolizei ermittelt nach Überfall auf Minigolfplatz, Täter flüchteten mit Bargeld und verletzten Mitarbeiterin.
Schwerer Raub in Kiel

Kiel (ost)
Am Sonntagmittag betraten zwei vermummte Personen das Kassenhäuschen auf einem Minigolfplatz im Stadtteil Gaarden, griffen die Mitarbeiterin an und verlangten die Herausgabe von Bargeld. Die Täter entkamen mit einer geringen Menge Bargeld. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht nach Zeuginnen und Zeugen.
Die 36-jährige Geschädigte gab an, dass sie sich am Sonntag gegen 12:45 Uhr im Kassenhäuschen der Minigolfanlage aufgehalten habe. Plötzlich seien zwei maskierte Männer auf sie zugekommen und hätten sie aufgefordert, Bargeld aus der Kasse in einen mitgebrachten Stoffbeutel zu stecken. Sie folgte dieser Anweisung. Die Täter verlangten jedoch mehr Geld und griffen sie dann an, drängten sie in die Ecke des Kassenhäuschens. Nachdem sie sich gewehrt hatte, erhielt sie einen Schlag mit einem Minigolfschläger auf den Kopf. Ein Hund, der sich auf dem Minigolfplatz befand, ging auf die Täter zu. Daraufhin flüchteten die Täter mit dem Geld in unbekannte Richtung. Die Frau erlitt leichte Kopfverletzungen durch den Schlag.
Die Frau konnte aufgrund der Maskierung keine Angaben zum Alter der Täter machen. Einer der Täter soll etwa 172 cm groß gewesen sein. Er trug eine schwarze Jacke, einen dunklen Schal, einen Kapuzenpullover und eine Jeans. Die zweite Person soll etwas kleiner als der erste Täter gewesen sein, mit einer braunen Jacke, einem dunklen Schal und dunkler Hose. Beide sprachen mit osteuropäischem Akzent.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls soll sich laut Aussage der 36-Jährigen eine Gruppe Radfahrer in der Nähe aufgehalten haben, die möglicherweise Informationen zum Tathergang oder den Tätern liefern können. Sie werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Personen, die die Täter gesehen haben oder ihnen bekannt vorkommen, werden gebeten, sich unter 0431 / 160 3333 an die Polizei zu wenden. Das Kommissariat 13 der Kieler Kriminalpolizei führt die Ermittlungen wegen schweren Raubes und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Stephanie Lage
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, wovon 654 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 827 Verdächtige, darunter 770 Männer und 57 Frauen. 253 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der Raubüberfälle auf 1194 Fälle, wovon 749 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 894 Verdächtige, darunter 793 Männer und 101 Frauen. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 963 | 1.194 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 654 | 749 |
| Anzahl der Verdächtigen | 827 | 894 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 770 | 793 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 57 | 101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 253 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








