Ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft, Fahndung nach zwei weiteren Tätern läuft.
Schwerer Raub in Kiel

Kiel (ost)
Am Montagabend ereignete sich in Gaarden ein schwerer Raubüberfall. Ein Verdächtiger wurde bereits identifiziert. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft suchen nach zwei weiteren Verdächtigen.
Der 32-jährige Geschädigte gab an, dass er gegen 22:45 Uhr an der Kreuzung Karlstal / Elisabethstraße war, als einer der späteren Täter auf ihn zukam und „sein“ Geld forderte. Es ging angeblich um Schulden. Während des Gesprächs kamen zwei weitere Personen dazu. Der Haupttäter griff ihn dann an und bedrohte ihn mit einem Messer. Letztendlich nahm er das Portemonnaie an sich und flüchtete in Richtung Vinetaplatz. Der 32-Jährige erlitt leichte Verletzungen, lehnte jedoch medizinische Hilfe ab.
Die Beamten des 4. Reviers konnten kurz darauf den 36-jährigen Hauptverdächtigen in der Schulstraße festnehmen. Er wurde in Gewahrsam genommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurde er am Dienstag vorgeführt. Der Haftrichter folgte dem Antrag und erließ einen Haftbefehl. Dieser wurde sofort vollstreckt und der Mann wurde inhaftiert.
Die Fahndung nach den anderen Tätern läuft noch. Laut dem Geschädigten verhielt sich einer der Männer passiv und entfernte sich während des Überfalls, sodass es keine Beschreibung von ihm gibt. Der andere soll eine Person namens „Speedy“ sein. Speedy soll etwa 165 cm groß sein und bulgarischer Abstammung. Auffällig ist eine nicht näher beschriebene Tätowierung im Hals- oder Gesichtsbereich.
Das Kommissariat 13 der Kieler Kriminalpolizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zu den anderen Tätern machen können, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter 0431 / 160 3333 entgegen.
Matthias Arends
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, wovon 654 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 827 Verdächtige, darunter 770 männliche und 57 weibliche Verdächtige. 253 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 1194, wovon 749 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 894 Verdächtige, darunter 793 männliche und 101 weibliche Verdächtige. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten gemeldeten Raubüberfälle in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 963 | 1.194 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 654 | 749 |
| Anzahl der Verdächtigen | 827 | 894 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 770 | 793 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 57 | 101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 253 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








