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Schwerer Raub in Kiel, Kriminalpolizei sucht Zeugen

Eine Jugendgruppe überfiel einen 13-Jährigen, raubte ihn aus und verletzte ihn. Die Polizei sucht nach Zeuginnen und Zeugen für den Vorfall.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Am Dienstagabend wurde ein 13-Jähriger in Elmschenhagen von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und ausgeraubt. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei durchgeführt, die nach Zeuginnen und Zeugen sucht.

Der 13-jährige Junge befand sich laut eigenen Angaben gegen 20:10 Uhr auf dem Schulhof der Herman-Löns-Schule und wartete auf eine Freundin. Anstelle der Freundin erschien dann eine ihm flüchtig bekannte Schülerin in Begleitung weiterer Jugendlicher. Diese Gruppe umkreiste ihn und zwang ihn unfreiwillig zu einem nahegelegenen Waldstück. Dort wurde ihm der Rucksack entrissen, geöffnet und persönliche Gegenstände entnommen. Zudem wurde er geschlagen und getreten. Anschließend entfernte sich die Tätergruppe. Der 13-Jährige klagte über Schmerzen im Gesicht und am Oberkörper. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.

Die Jugendgruppe soll aus fünf bis sieben männlichen Personen im Alter von 15 bis 17 Jahren bestanden haben. Einer der Jugendlichen war etwa 170 cm groß, hatte blonde kurze Haare und trug eine helle Jeans sowie einen blauen Pullover. Die anderen Personen sollen dunkel gekleidet gewesen sein. Eine detailliertere Beschreibung konnte nicht gegeben werden. Laut Aussage des 13-Jährigen befand sich ein Mann in der Nähe, der den Vorfall zumindest teilweise beobachtet hat. Er wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Das Kommissariat 13 der Kieler Kriminalpolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Raubes eingeleitet. Personen, die die Gruppe bemerkt haben oder sie wiedererkennen, werden gebeten, sich unter 0431 / 160 3333 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Stephanie Lage

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 1194 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 654 auf 749. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 827 auf 894, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 770 auf 793 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 57 auf 101 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 253 auf 310. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Raubüberfälle in Deutschland mit 11270 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 963 1.194
Anzahl der aufgeklärten Fälle 654 749
Anzahl der Verdächtigen 827 894
Anzahl der männlichen Verdächtigen 770 793
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 57 101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 253 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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